European Space Bond: 8 Prozent Zinsen mit Raumfahrt

Ein Vorhängeschloss mit dem Wort "Zinsen" hält einen gerollten 100-Euro-Schein.
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Der kommerzielle Raumfahrtsektor – international als „New Space“ bekannt – hat sich längst zu einem Milliardenmarkt entwickelt. Während staatliche Investitionsprogramme und private Innovationen das Wachstum in Europa rasant vorantreiben, blieben gezielte Beteiligungen an aufstrebenden heimischen Raumfahrtunternehmen für Privatanleger bislang oft verschlossen. Da viele der innovativen europäischen Technologie-Schmieden nicht börsennotiert sind und bestehende Anlageprodukte stark auf den US-Markt fokussieren, fehlte es an niedrigschwelligen Investitionsmöglichkeiten.

Diese Lücke will die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft European Space Ventures AG (ESV) nun schließen. Am Vormittag startete offiziell die Zeichnungsphase für den neuen European Space Bond (ISIN: DE000A5GTAE6). Es handelt sich dabei um Europas erste Anleihe, die gezielt auf Investitionen in die heimische Raumfahrtwirtschaft ausgerichtet ist.

Eckdaten zum European Space Bond der European Space Ventures AG

Die neue Inhaberschuldverschreibung richtet sich sowohl an institutionelle Investoren als auch an Privatanleger, die bereits ab einer Mindestanlage von 1.000 Euro einsteigen können. Das Wertpapier ist mit einem festen jährlichen Zinssatz (Kupon) von 8,00 Prozent ausgestattet und verfügt über eine Laufzeit von fünf Jahren – konkret vom 1. Dezember 2026 bis zum 30. November 2031. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich jeweils zum 1. Dezember.

Das maximale Emissionsvolumen der Anleihe beläuft sich auf bis zu 11,999 Millionen Euro. Die Zeichnung erfolgt direkt über die Internetseite der Emittentin, auf der auch das von der Finanzaufsicht BaFin gebilligte Wertpapier-Informationsblatt (WIB) einsehbar ist. Um die Handelbarkeit für Anleger zu gewährleisten, ist für Dezember 2026 die Einbeziehung des Wertpapiers in den Freiverkehr der Börse Frankfurt geplant.

Mittelverwendung: Aufbau eines europäischen New-Space-Portfolios

Mit den Nettoerlösen aus der Anleiheemission plant die von Vorstand Simon Drake und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Kevin Mac Gowan gegründete Gesellschaft den gezielten Aufbau eines diversifizierten Beteiligungsportfolios. Der Fokus liegt dabei klar auf dem europäischen Raumfahrt-Ökosystem.

Um das Risiko über verschiedene Entwicklungsphasen hinweg zu streuen, umfasst das geplante Investmentuniversum drei Säulen:

  • Junge, wachstumsstarke Raumfahrt-Start-ups
  • Etablierte mittelständische Wachstumsunternehmen aus der Zuliefer- und Technologiebranche
  • Börsennotierte Raumfahrtkonzerne

Inhaltlich konzentriert sich die European Space Ventures AG auf strategische Schlüsselthemen wie die europäische Weltraumsouveränität, kritische Rohstoffe, Energieinfrastruktur sowie die Nutzung von Ressourcen im Mond- und Orbitumfeld. Ein kleinerer Teil der Mittel soll zudem in laufende Kosten, Forschung sowie die Weiterentwicklung der unternehmenseigenen, KI-gestützten Analyseplattform „European New Space AI“ (ENSAI) fließen, mit der potenzielle Zielunternehmen bewertet werden.

Chancen und Risiken für Anleger im Überblick

Für Anleger bietet der European Space Bond die Möglichkeit, über ein festverzinsliches Wertpapier indirekt vom Wachstumspotenzial der europäischen Raumfahrtindustrie zu profitieren, ohne selbst komplexe Einzelbeteiligungen im Private-Equity-Bereich prüfen zu müssen. Perspektivisch zieht die European Space Ventures AG zudem einen eigenen Börsengang in Betracht.

Dennoch sollten Investoren bei einer Zeichnung die typischen Risiken von Unternehmensanleihen im Wachstumssegment beachten. Ein Kupon von 8 Prozent jährlich spiegelt in der Regel auch ein entsprechendes Risikoprofil wider. Da es sich bei der Emittentin um eine junge Gesellschaft handelt und Investitionen in Start-ups sowie neue Raumfahrttechnologien naturgemäß mit hohen Entwicklungs- und Marktrisiken verbunden sind, hängt die spätere Rückzahlung der Anleihe maßgeblich vom wirtschaftlichen Erfolg des aufgebauten Beteiligungsportfolios ab.

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.