Investieren in einer Staatswirtschaft
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 8. April 2010, 07:30 Uhr
ENL5454
Der amerikanische Kongress hat ein Gesetz erlassen, das es der amerikanischen Regierung erlaubt, den Gesundheitssektor zu übernehmen"... der ungefähr 17% des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Mal sehen... die Regierung hat doch kein Geld, oder? Sie haben das größte Defizit aller Zeiten und sie werden in diesem Jahr 2,4 Billionen Dollar leihen müssen, nur damit die Lichter nicht ausgehen.
Und jetzt kommt die Nachricht, dass Social Security zum ersten Mal überhaupt ein Defizit verbucht... und das sieben Jahre vor dem eigentlich geplanten Zeitpunkt.
Die Regierungsvertreter haben im letzten Jahre die Branche der Hypothekenfinanzierer übernommen. Praktisch jede einzelne Hypothek, die im vergangenen Jahr ausgestellt wurde, war von der amerikanischen Regierung unterzeichnet.
Und sie haben auch die Automobilindustrie übernommen. Sie sollten in der Lage sein, für Autos genau das zu leisten, was sie auch für die Passagierzüge geleistet haben. D.h. sie sollten Detroit in Amtrak verwandeln... und das wiederum heißt: in eine Zombie Stadt... wenn Detroit das nicht heute schon ist.
Viele Nachrichten, die den Aktienmarkt in Aufruhr versetzen sollten
Und dann war da noch die Rettung Griechenlands. Und nicht nur das... es gab auch eine schwache Auktion für US-Staatsanleihen. Vor wenigen Jahren hätte jede dieser Nachrichten den Aktienmarkt in Aufruhr versetzt.
Aber die Investoren schienen nicht so recht zu wissen, was sie von diesen Nachrichten halten sollten. Die Regierungsvertreter hatten einen weiteren großen Anteil der Wirtschaft übernommen. Aber was sollte man davon halten. Sind das gute oder schlechte Nachrichten? Der Aktienmarkt schien zuletzt nicht in der Lage zu sein, sich eine Meinung dazu zu bilden.
Goldanleger hatten eine bessere Idee, was zu tun sei. Sogar die Zentralbanken kaufen heute Gold. Konkret:
Zentralbanken kaufen Gold, lautet die Nachricht der MoneyNews:
Zentralbanken haben im vergangenen Jahr weltweit 425 Tonnen Gold zu ihren Reserven hinzugefügt. Das ist der größte Zuwachs seit 1964, heißt es vom World Gold Council. Der Anstieg war der erste seit 1988. Zentralbanken in Indien, Russland und China waren unter denen, die ihre Goldreserven im vergangenen Jahr nach oben getrieben haben. Der Preis des Edelmetalls ist in der gleichen Zeit um 24% nach oben geklettert und hat im Dezember einen Rekord von 1.226 Dollar pro Unze verbucht. Zentralbanken besitzen heute 18% des Goldes, das je abgebaut wurde.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Michael Struckmann (08.04. 2010 09:27 Uhr):
Das führt diese Staaten direkt und ohne Umwege in den Kommunismus. Sie sind wahrscheinlich schon angekommen, ohne es zu wissen.
Antworten - Kommentar von Peter Harting (08.04. 2010 18:51 Uhr):
Wir wissen jedoch nie, was in einer Krise, wie nach dem letzten Weltkrieg wirklich eine Art Währung darstellt. Damals war Gold weniger gefragt als Zigaretten, Kaugummi, Whiskey. Künftig könnten es auch verschließbare Behältnisse sein, die man heutzutage wegwirft. Man sollte sich mal ein Bild machen, was die Müllsammler in den Schwellenländern für wertvoll erachten.
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