Gerüchteküche
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 1. Juni 2010, 20:00 Uhr
ENL5454
Und weil das Leben mit den Rating-Agenturen so spannend ist, gab es heute auch schon gleich wieder die nächsten Rating-Gerüchte. Diesmal waren Italien und (o la la) sogar Frankreich an der Reihe. Die Gerüchteküche machte sich Sorgen um eine mögliche Abstufung der Kreditwürdigkeit der beiden Länder.
Und weil man sich das im Falle Italiens zwar schon lange vorstellen konnte, im Falle Frankreichs (angesichts dessen, dass es sich hierbei um die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone handelt), das ganze aber aus dem Ruder zu laufen drohen würde, drückte die kleine Zwischenpanik den Euro mal eben rasch auf das tiefste Level seit 4 Jahren, gegenüber dem US-Dollar.
Hier der Chart:
Quelle: CFX-Trader
Das Tief heute Morgen lag bei 1,2109 EUR/USD. Mittlerweile hat sich das Währungspaar aber wieder erholt und notiert aktuell bei 1,2269. So schnelllebig können Gerüchte sein, doch wenn sie sich bestätigen sollten, dann können die Auswirkungen länger anhalten, als einem lieb sein kann.
So long liebe Leser...tja, ja, was soll ich sagen...wir können eben nicht alle Kanadier sein, die heute sogar schon ihre Leitzinsen wieder anheben konnten...aber Kanada produziert schließlich auch die Dinge, welche die Wachstums-Länder in Asien wirklich haben wollen: Kupfer, Gold, Weizen und Öl...bis morgen und liebe Grüße
Ihre Miriam Kraus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Detlef Köhler (02.06. 2010 10:49 Uhr):
Sehr geehrte Frau Kraus, ich teile Ihren Ärger über den gänzlich absurden Einfluss der Rating-Agenturen. Allerdings gibt es dahinter ein brisanteres Problem. Tatsächlich können immer mehr Schulden in einer Schuldenkrise keine Lösung sein, tatsächlich verursachen durchgesetzte Sparmaßnahmen aber ebenfalls reale Wirtschaftseinbrüche. Die Wahrheit ist, unser gesamtes Wirtschaftssystem steht zur Disposition sind Wachstumsgrenzen (verknappende Ressourcen, schrumpfende Bevölkerung in den OECD-Staaten, konkurrierende Schwellenländer) erreicht. MfG, D. Köhler
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