Die Amerikaner verringern die Konsumausgaben. Die Wirtschaft atmet aus
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 3. September 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Wir sind immer noch in einem ziemlich frühen Zeitpunkt der Korrektur. Die Rezession begann Ende 2007. Wir sind jetzt im dritten Quartal 2010.
In den 1930ern waren die Aktien nach diesem Zeitraum am Boden. Der Aktienmarkt brach im Herbst 1929 ein...erholte sich dann...und fiel dann erneut. Das hörte nicht auf, bis im Juli 1932 der Boden erreicht war - fast drei Jahre später. Da hatten die Aktien seit ihrem Topp fast 90% verloren. Der Index war von 381 auf 41 gefallen.
Es kann aber auch länger dauern. In Japan gab es 1990 einen Crash. Aber letztlich wurde der Boden wohl erst 2008 erreicht, 18 Jahre später, nach Verlusten von rund 90%.
Also entspannen Sie sich.
Analysten sprechen von einem „double dip". Die machen sich Sorgen, dass die US-Wirtschaft im vierten Quartal nochmal in eine Rezession rutscht.
Es gibt Zeichen dafür. Die Wachstumszahlen werden nach unten revidiert. Die Konsumenten geben kaum Geld aus. Die Banken leihen kaum - außer der Regierung. Und auch die Hypothekenzahlungen gehen zurück.
Viele Leute sind schon so lange ohne Arbeit, dass ich immer mehr „Tod des amerikanischen Traums"-Artikel sehe.
Sogar Rechtsanwälte suchen Jobs. Und der Präsident aller Amerikaner, Barack Obama, sagt uns Amerikanern, wir sollen nicht vor der Furcht kapitulieren.
„Alles was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst", sagte Franklin D. Roosevelt. Ja, Furcht...und 25% Arbeitslosigkeit....die Weltwirtschaftskrise (welche durch die Interventionen von Roosevelt noch verschlimmert wurde)...ein 27%iger Rückgang der Wirtschaftsleistung...die Wehrmacht...und die kaiserliche japanische Armee!
Machen Sie sich keine Sorgen. Die Wirtschaft ist in einer Korrektur, die 2007 begann und noch nicht geendet hat. Die wird nicht enden, bis die Arbeit nicht fertig ist. Das wird Zeit brauchen. Vielleicht weitere 5 Jahre. Vielleicht weitere 15 Jahre.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Franz Steinbauer (03.09. 2010 08:11 Uhr):
Sehr geehrter Herr Bonner, ist ein Zeithorizont von 5-15 Jahren nicht etwas hoch gegriffen? Japan konnte den Niedergang nach 1990 nur aufgrund besonderer Faktoren (leistungsfähige Exportindustrie, hoher Anteil an Inlandsverschuldung) über 2 Jahrzehnte in die Länge ziehen. Bei den USA trifft keiner dieser Faktoren zu und falls China oder ein anderer der Großgläubiger die Nerven verliert, ist das Dollardebakel in einer halben Stunde vorbei. Mit freundlichen Grüssen Franz Steinbauer
Antworten - Kommentar von Leo Marker (03.09. 2010 09:53 Uhr):
Betreff: Die deutsche Wirtschaft wächst – ohne neo-keynesianische Methoden Bitte nicht vergessen: Das "deutsche Exportwunder" ist nur möglich, weil andere Staaten sich unsere Exportware leisten können - durch einen mit Schulden angefeuerten Konsum-Boom.
Antworten - Kommentar von ingolf rieke (03.09. 2010 11:31 Uhr):
kann man diesen Beitrag auch in englisch bekommen? Mr. Bonner hat doch bestimmt englisch geschrieben!!
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