Gold und der Ausfall der Papierwährungen
Bill Bonner, Kapitalschutz Akte vom 25.11.2009 07:30
ENL5292
Gold erreicht regelmäßig neue Rekorde. Der Preis liegt bei über 1.150 Dollar.
Und heute werde ich mich mit einer fiesen und unerfreulichen Aufgabe befassen. Ich frage mich, was wäre, wenn ich falsch läge.
Wenn Sie Gold gekauft haben, als ich es zum ersten Mal vor zehn Jahren empfohlen habe, dann sind sie jetzt in einer sehr angenehmen Lage. Gold ist um das Vierfache gestiegen. Aber was sollte man jetzt tun? Und was wäre, wenn sie Anfang dieses Jahrhunderts nicht alle auf Gold gesetzt hätten? Ist es jetzt zu spät beim Bullenmarkt einzusteigen?
Ich will Sie warnen, dass ich in den folgenden Ausschweifungen zu keinem Ergebnis kommen werde, zu dem ich nicht schon zuvor gekommen wäre. Ich sage, dass Gold massiv steigen wird. Wenn ich falsch liege, soweit es um den Zeitpunkt geht... dann werde ich vielleicht früher als erwartet hocherfreut sein... und selbstzufrieden... und über Jahre unerträglich. Und wenn ich Recht habe, dann kann es sein, dass ich noch lange warten muss, ehe ich endlich in der Lage sein werde, zu verkünden: Habe ich es nicht gesagt?"
Warum steigt der Goldpreis wirklich?
Zum einen hat der Bullenmarkt bei Gold ganz offensichtlich die Presse erreicht. Wie könnte es auch anders sein? Die meisten Reporter sagen, dass Gold ganz einfach deswegen steigt, weil der Dollar fällt. In der allgemeinen Presse finde ich keine weitere Erklärung. Um genau zu sein, geht es meistens, wenn es um Gold geht, im gleichen Artikel auch um den Dollar. Ich fand z.B. heraus, dass der Dollar auf dem tiefsten Wert in 15 Monaten ist... und Gold zufällig gleichzeitig einen absoluten Höchstpreis erreicht hat.
An dieser Darstellung der Sache ist etwas schief. Wenn das gelbe Metall ein Rekordhoch erreicht hat, wie kann es dann sein dass der Dollar erst seit 15 Monaten einbricht und nicht seit der Sintflut? Man fragt sich, ob der Dollar wirklich alles erklärt.
Anderswo erfährt man, dass der Dollar für 1,49 Euro je Euro gehandelt wird. Einen Moment. Ich kann mich erinnern, dass der Euro und der Dollar auf dem gleichen Stand waren... was da vor einem Jahr... oder ist es länger her...? Und die beiden Währungen waren mehr oder weniger auf dem gleichen Niveau während der gesamten Zeit, in der Gold um mehr als 10% gestiegen ist.
Es ist also nicht der Einbruch des Dollars, der den Goldmarkt nach oben treibt. Es muss etwas anderes sein... es ist der Einbruch ALLER Papierwährungen. Denn wenn der Dollar einbricht, dann gilt das auch für den Rest der Währungen - mehr oder weniger. Kein Land will, dass die eigene Währung zu sehr gegenüber dem Dollar steigt. Die Amerikaner sind immer noch die größten Geldausgeber der Welt. Und sie geben Dollar aus... keine Rubel... keine Euros... keine Zlotys. Ein Land, dessen Währung gegenüber dem Dollar steigt, befindet sich in einer schlechteren Wettbewerbssituation.
Die Kosten - in der heimischen Währung - steigen, während der Absatz - in Dollar - fällt. Normalerweise kaufen die Zentralbanken den Dollar mit Geld, das sie für diesen Zweck in Umlauf gebracht haben... und womit sie die eigene Geldmenge erhöhen und somit den Wert der eigenen heimischen Währung relativ zum Dollar senken.
Nachdem die Zentralbanken der Welt dies mehr oder weniger alle tun, werden alle Papierwährungen zusammen einbrechen - verglichen mit Gold.
Das dicke Ende kommt erst noch!
Griechenland war nur die Blaupause für weitere Bankrotte mitten in der EU. Das Problem:
Deutsche Banken sind Hauptgläubiger in Griechenland! Darunter so „solide" Adressen wie die Hypo Real Estate (!) und mehrere Landesbanken.
Das nächste Land hat bislang noch keiner auf dem Radar (kein PIIGS-Land!). Obwohl seine Staatsanleihen „auf einem Bett aus Nitroglycerin" ruhen.
Griechenland war nur das Vorspiel. Klicken Sie hier.ähnliche Beiträge:
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