Gold kaufen in unsicheren Zeiten
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Gold als Geldanlage
vom 8. Februar 2012, 07:30 Uhr
ENL5454
Was mich derzeit interessiert, ist der Goldpreis. Was könnte da vor sich gehen? Wenn die Investoren auf eine Wirtschaftserholung setzen...dann würden sie doch erwarten, dass die Banken bereitwillig Geld verleihen. Und dass die Leute wieder verstärkt einkaufen gehen...und die Preise steigen.
Das würde die Konsumentenpreise steigen lassen; und auch der Goldpreis sollte steigen.
Aber wenn der Markt Wachstum und Inflation prognostiziert - warum steigt dann der Ölpreis nicht stärker? Und wieso sind dann die US-Arbeitsmarktdaten nicht besser? Und warum steigen die Kurse der Aktien dann nicht explosiv?
Und noch wichtiger - wenn sich die Wirtschaft wirklich erholt, warum liegt die Rendite der 10jährigen US-Staatsanleihen dann nur bei rund 1,96%? Sollte die Rendite dann nicht höher als 3% liegen?
Und wie kam es, dass in den USA die Immobilienpreise im letzten Jahr weiter gefallen sind?
Und wie kommt es, dass die Einkommen in den USA fallen?
Oder, um es aus entgegen gesetzter Richtung zu betrachten, wie ist es möglich, dass eine wirkliche Wirtschaftserholung stattfinden kann, im harten Umfeld von fallenden Immobilienpreisen und sinkenden Einkommen der Konsumenten?
Aber wenn sich die Wirtschaftslage nicht verbessert...dann sollte es auch keinen Anstieg der Inflation geben...und keinen Druck auf den Goldpreis, richtig?
Vielleicht antizipieren die Investoren auch gar keine wirtschaftliche Erholung. Vielleicht kaufen sie Gold, weil sie denken, dass sich die Wirtschaftslage verschlechtert, nicht verbessert.
Zum ersten Teil von: Zombie-Handel mit Drogen
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Albert Karl (08.02. 2012 10:54 Uhr):
.....weil fast alles auf Pump aufgebaut ist!
Antworten - Kommentar von Dr Heinemann (08.02. 2012 18:57 Uhr):
Sehr geehrter Herr Bonner, liebe Leser, die Zusammenstellungen dieser vielen Fragen ist auszeichnungswürdig! Wir müssen uns darüber im Klaren sein, es gibt für viele volkswirtschaftliche Entwicklungen oftmals eine Gegenbewegung. So ist eine eindeutige Tendenz leider nicht immer sogleich ablesbar. Weiter so, Herr Bonner, wir werden die Antworten schon bald herausfinden. Schönen Tag Ihr Dr. H.
Antworten - Kommentar von Livia (09.02. 2012 09:23 Uhr):
Ganz einfach: Weil die USA auf militärimperiale Macht setzen und seit 60 Jahren keinen einzigen ihrer Feldzüge mehr gewonnen haben! Das ist nur deswegen noch nicht so richtig aufgefallen, weil keiner ihrer - siegreichen - Gegner in der Lage war in die USA einzumarschieren und sie zu besetzen, weil diese Länder zu klein dazu waren. Man hat also nur als 8-Klässler i-Männchen verprügelt und sich trozdem ein blaues Auge geholt. Das entspricht ziemlich genau der Situation des weströmischen Reiches im 4. und 5. Jh. Da hat sich auch nichts mehr erholt! Die Bevölkerung ist zu Ungunsten der weißen Anglikaner bereits umgekippt und die nächste Phase wird die sein, sich durch dunkle Jahrhunderte hindurch zu einer (vielleicht) neuen Nation zu entwickeln (aus Rom wurde Italien) und/oder ein Zerfall in kleinere Staaten, Wahrscheinlich beides - das geht aber nicht friedlich ab - und solange eine gewisse Oberschicht aus Großkapitalisten noch versucht, die alte Ordnung zu erhalten, werden die Daumenschrauben angezogen und das Ganze mündet in eine stramme Diktatur!
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