Die erste Lüge war die größte von allen
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 29. Dezember 2010, 07:30 Uhr
ENL5454
Ich möchte auf Goldman Sachs zurückkommen. Wenn die Handelsabteilung von Goldman Sachs Quartale lang Tag für Tag Gewinne gemacht hat - wer hat dann verloren? Wer war die Gegenpartei, wenn es ein Nullsummenspiel ist? Also, wer hat das Geld verloren? Wer war der arme Idiot?
Wir! Beziehungsweise ich, denn ich bin Amerikaner. Und der Idiot war der amerikanische Steuerzahler. Wenn Senator Bernie Sanders nicht nachgehakt hätte, hätten wir wohl nie erfahren, was mit den 1,3 Billionen Dollar Bailout Cash" der Fed passiert ist.
Jetzt wissen wir es. Goldman Sachs hat sich mit diesem Geld 212 Mal bedient, in den 12 Monaten seit März 2009. Fast jeden Handelstag also. Gleichzeitig teilte Goldman Sachs der Öffentlichkeit mit, dass man keinen Bailout" benötige. Lügen, Lügen, Lügen...
Die erste Lüge war die größte von allen - dass man reich werden könnte, ohne zu sparen.
Die zweite war die, dass der Aktienmarkt alle reich machen würde. Man müsse nur ein ausgewogenes Depot haben und langfristig halten.
Und als es dann gegen die Wand fuhr, kam die Lüge, dass man mit US-Immobilien kein Geld verlieren kann. Es gab auch die Idee, dass der freie Markt die Leute reich machen würde...und wenn das nicht der Fall wäre, dann würden die Behörden den Markt schon zwingen, das zu tun!
Dann gab es da die Lüge, dass eine Volkswirtschaft, welche unter der Schuldenlast leidet, zu neuen Höhen stimuliert werden könnte, mit neuen Schulden.
Und dann gab es da die Lüge, dass man im System kein reales Geld benötigt; die Autoritäten könnten ein flexibles Papiergeldsystem managen, und so Vollbeschäftigung erreichen.
Und dann, nach einem halben Jahrhundert voll Cash und Kredit, als die Spekulanten an der Wall Street jammerten, wurde uns gesagt, dass die Banken zu groß seien, um Pleite gehen zu können". Sie müssten gerettet werden.
Und dann kam die Lüge, dass monetäre und fiskalische Stimulierung zu einer Erholung" führen würde. Als diese nicht kam, wurde uns gesagt, dass quantitative easing" helfen würde. Deshalb wurden Hunderte Milliarden Dollar in die gescheiterten Institutionen der Wall Street gepumpt. Das funktionierte nicht, also gab es eine weitere Runde quantitative easing".
Und jetzt ist die US-Regierung auf dem Weg in die Staatspleite. Uns wird gesagt, dass wir uns keine Sorgen machen sollen. Keine Notwendigkeit, den Kurs zu ändern. Besteuern. Geld ausgeben. Zu viel Geld ausgeben. Stimulieren.
Dieselben Lügner und Inkompetenten, die uns dahin gebracht haben, sagen uns jetzt, dass sie sich um uns kümmern werden.
Genau das macht mir Sorgen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr Gunther Kümel (29.12. 2010 08:20 Uhr):
Es gibt nicht ein "an sich gesundes System", das mit ein paar Lügen (kräftigen allerdings!) verunstaltet und mißbraucht wurde. Das System ist ein Gaunersystem von Anfang an, und da wundern Sie sich, daß ein paar Gauner drin sitzen? Die Goldman und andere im System sind nicht mehr verwunderlich als die Entdeckung, daß die Paten der Mafia italienische Namen tragen. Das Gaunersystem besteht nicht etwa im "Kapitalismus", das ist eine billige Phrase. Es besteht darin, daß ein profitorientiertes Bankensyndikat namens FED gegen reichliche Zinsen dem Staat Geld "leiht", das es vorher aus dem Nichts erschaffen hat. Die angeblichen Staats -"Diener" in Senat und Kongreß und Weißem Haus werden vom Syndikat gesponsort, damit bei den (angeblichen) Wahlen wieder willige Syndikatskumpel nach oben kommen. Der Versuch hat sich als lebensgefährlich erwiesen, dem Staat das konstituenelle Recht zurückzugeben, Geld zu schöpfen. Aber der FED-Betrug hat eine weitere Gaunersystem-Komponente, die nicht auf die USA beschränkt ist. Jede Einlage in die kleinste (profitorientierte) Provinzbank führt zu Geld-"Erschaffung" durch Kreditausreichung in vielfacher (zehnfacher?) Höhe der Einlage. Rückzahlung mit Zinsen, dessen Betrag wieder durch Kredit "erschaffen" werden muß. Die Geldschöpfung erfolgt also nicht nach Kriterien der volkswirtschaftlichen Erfordernisse, sondern nach dem Profitinteresse der international arg verflochtenen Bankenwelt. Das Vertrauen, FED-Syndikat und Geschäftsbanken würden ihr Monopol der Geldschöpfung schließlich bloß zum Nutzen des Volkes einsetzen und ihr Profitinteresse hintanstellen, ist verbrecherisch naiv und "systemfremd" (es handelt sich schließlich um ein jahrhundertealtes Gaunersystem). Geradeso naiv ist die Annahme, Regierung und Politiker würden sich bei ihrer wahnwitzigen Ausgaben- und Verschuldenspolitik am Volkswohl (oder wenigstens am Staatswohl) orientieren und nicht am "systemerhaltenden" Spiel um ihre Wiederwahl.
Antworten - Kommentar von Mai Sy Hung (29.12. 2010 09:32 Uhr):
Lügen und Straftaten -schweren Wirtschaftsverbrechen im Transferhandel und Fälschungen der Statistiken (Bundesbank /EU /EZB) sind Pfeiler von DE .Die Garantie der Kanzlerin zu Staatsanleihen ist weltweit die größte Lüge und Verbrechen (14 % ) auf Kosten der Steuerzahler jeden Monat über 120 Mill.EUR . Das ist Watergate - Deutschland in den USA Straftaten der Grundgesetzverbrechen - Nachweise können angefordert werden . Strafantrag Berlin 74 Js 438/10 - Mord auch bei Wirtschaftsverbrechen verjährt nicht -nur in DE keine Straftat !
Antworten - Kommentar von Leo (29.12. 2010 10:39 Uhr):
Kann Ihnen nur beipflichten. Was sollten/können wir in Europa dasgegen tun, um nicht im Caos und Anarchie zu enden?
Antworten - Kommentar von Alban (29.12. 2010 11:18 Uhr):
Sehr geehrter Herr Bonner, ich denke Sie haben Recht. Das viele neue Geld weckt neue Begehrlichkeiten, Begehrlichkeiten, die irgendwann nicht mehr zu erfüllen sind. Die Erde gibts nur einmal. Mit freundlichen Grüßen P.S.: Die Zukunft sehe ich in einem schonenden und intelligenten Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen. Jedenfalls nicht im verstärkten Raubbau.
Antworten - Kommentar von henry (29.12. 2010 18:18 Uhr):
Das ist ja alles richtig.Nur zu spaet.Bin aus dem Markt heraus.Zu viele Luegen,seit Jahren.
Antworten
ENL5454
- Kommentar von henry orloff (29.12. 2010 19:11 Uhr):
Stimmt 100%.Dazu kommt noch,dass der Euro=Schoepfer,die World Bank and Monetary Fund,an der Abwertung dieser Valuta einen Riesengewinn einkassiert,zum Verdruss der Europaeischen Wirtschaft.
Antworten- Antwort von Theodor Lay (30.12. 2010 11:30 Uhr):
Es gibt im Laufe der Menschheitsgeschichte viele gute Ideen wie das Leben der Menschheit angenehmer und gerechter gestaltet werden könnte. Viele dieser Ideen wurden schon genügend ausgetestet, doch alle rechnen meistens nicht, oder unterschätzen die negative Einflussnahme des größten Risiko- und zugleich Vernichtungsfaktores der Menschen selbst. Diese sind rein egoistischer Natur und zeichnen sich besonders dadurch aus, indem sie die negativen Folgen dieser Denk- und Vierhaltungsweisen total ausklammern und von sich weisen. Vielmehr sollen alle Folgen immer die Anderen, am Besten die Allgemeinheit tragen, so, dass eine perfekte, möglichst dauerhafte Bedienautomatik entstehen kann. Mit ehrlichen , reellen Mitteln ist so ein Verhalten auf Dauer nicht aufrecht zu halten, deshalb muss man sich zwangsläufig einer komplizierten Verschlüsselungsmethode bedienen, bei welcher der Normalbürger nicht mehr den Durchblick haben kann. Außerdem bedient man sich der Schönrederei und der Lüge. Das bedingt wiederum die Aufrechterhaltung von Dauerlügen, damit das Ganze Lügengebäude plötzlich wie ein Kartenhaus zusammenbrechen wird. So gesehen hat bisher das menschliche Ego, alle guten Ansätze für eine friedfertige Lebensgemeinschaft, welches logischerweise das einzige gesunde Fundament für ein glückliches Leben der Menschheit und besonders des einzelnen Menschen ausmacht, verhindert. Deshalb wurden auch die Prioritäten völlig falsch gesetzt. Nicht das Kapital darf an erster Stelle stehen, sondern dieses muss zum Wohle des Ganzen dienen.
- Antwort von Theodor Lay (30.12. 2010 11:30 Uhr):