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Verstärkte Nachfrage nach Indium und Gallium

„Investoren Wissen“-Leser Stefan S. schrieb mir:

„Ich habe noch Fragen zu Indium und Gallium und zu den schweren seltenen Erden.

  1. Welches sind Ihre ersten 3 Favoriten bei den schweren Seltenen Erden auf Sicht der nächsten 5-10 Jahre? Ich weiß, dass Ihre Antwort keine Anlageberatung darstellt.
  2. Zu Gallium und Indium: Beide Metalle werden in unterschiedlichen Reinheitsgraden angeboten. Für welche Variante soll man sich entscheiden? Welcher Reinheitsgrad ist der jeweils am meisten nachgefragte am Markt?“

Meine Antworten:

Was die Reinheit betrifft – da rate ich zu dem, was ich „4 Mal 9“ nenne. Damit meine ich nicht 36, sondern „99,99% Reinheit“. Das wäre mir auf jeden Fall einen kleinen Aufpreis wert gegenüber niedrigerer Reinheit.

Übrigens: Wenn Sie selber einlagern möchten, dann sollten Sie schon mindestens 10 Kilogramm im Fall von Indium kaufen. Sonst kommt es zu dem, was Metallhändler „Mindermengenzuschlag“ nennen, sprich Sie zahlen pro Kilogramm  mehr.

Auf jeden Fall sollte eine Analyse dabei sein, sonst können Sie mit dem Verkauf Probleme bekommen, wenn dann erst – auf Ihre Kosten – eine Analyse durchgeführt werden müsste.

Wichtig: Reinheit, Analyse, Lagerung!

Was noch? Die Barren würde ich nicht lose lagern, und ganz bestimmt nicht mit anderen Metallen zusammen. Denn wenn es in Ihrem Haus brennen sollte und sie Indium und Gallium zusammen lagern, dann sollten Sie bedenken, dass diese beiden Metalle relativ niedrige Schmelzpunkte haben. 156,6 Grad Celsius bei Indium und sogar nur 29,76 Grad Celsius bei Gallium. Wenn Sie da keine Behälter für beide haben, haben Sie danach eine silbrige Masse, „schön“ gemischt….

Zu den „Seltenen Erden“: Bekanntlich gibt es 9 sogenannte „schwere“ und 8 sogenannte „leichte“ Seltene Erden-Metalle.

Da gilt es sehr zu differenzieren…denn einige dieser Metalle haben überhaupt keine wirtschaftliche Bedeutung. Ich nenne da z.B. das schwere Seltene Erden-Metall „Lutetium.

Ansonsten halte ich es nicht für sinnvoll, dieses Thema mit nur zwei, drei Sätzen „abzureißen“. Wenn Sie detailliertere Informationen zu dieser Thematik („Strategische Metalle“, „Seltene Erden“) haben möchten, verweise ich Sie auf mein diesbezügliches Standardwerk:

„Strategische Metalle für Investoren. Hochinteressante Investments von Antimon bis Zirkonium“

Mit metallischem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt, Magister Artium

Chefredakteur „Investoren Wissen“

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Michael Vaupel

Michael Vaupel ist Rohstoff- und Derivate-Experte. Der 40-jährige hat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn Volkswirtschaftslehre studiert.

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Alte Kommentare
  • Claus Dorn schrieb am 14.04.2014, 22:24 Uhr

    Wie üblich, lieber Herr Vaupel: Ihre klaren und hilfreichen Antworten gefallen - sicher nicht nur - mir immer wieder gut! Viele Grüße Ihr Claus Dorn.