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Strategische Metalle: Der Wettlauf hat begonnen

Gerade gelesen in „Wunderwelt Wissen“: „Die meisten kennen nicht einmal ihre Namen, und doch sind sie für das 21. Jahrhundert bedeutender als Gold oder Silber: Ohne die Elemente Yttrium, Indium, Neodym, Tantal oder Gallium läuft in der Technik bald nichts mehr.“ Und weiter: „Die Vorräte sind begrenzt, der Wettlauf von Nationen, Industrien und Spekulanten hat längst begonnen. Krieg nicht ausgeschlossen.“

Für Sie als Leser(in) von „Investoren Wissen“ ist dies sicherlich nichts Neues! Das mit dem „Krieg nicht ausgeschlossen“ ist mir zu reißerisch, ansonsten kann ich die obigen Sätze auch unterschreiben. Ein Beispiel: China hat 2013 neue Solarstromsysteme mit einer Leistung von rund 13 GW installiert (Quelle: SMA Solar). Dies entspricht einer Zuwachsrate von rund 200% (!) gegenüber dem Vorjahr. Noch niemals zuvor hat ein einziges Land einen solchen jährlichen Zubau geschafft.

+4.100% Zuwachs bei der Nachfrage nach Gallium

Konkretes Beispiel: Dünnschicht-Photovoltaik. Das renommierte Fraunhofer-Institut nennt dazu folgende Zahlen:

  1. Der Bedarf im Sektor Dünnschicht-Photovoltaik an Indium steigt von 10 Tonnen pro Jahr, welche 2010 für diese Technologie verwendet wurden, auf 50 Tonnen im Jahr 2020 und 285 Tonnen im Jahr 2030. 2040 könnten es jährlich 430 Tonnen sein. Zuwachs des Bedarfs von 2040 gegenüber dem Stand des Jahres 2010: +4.200%
  2. Bei Gallium steigt der Bedarf von 9 Tonnen im Jahr 2010 über 44 Tonnen im Jahr 2020 und 251 Tonnen 2030 auf 378 Tonnen im Jahr 2040. Zuwachs des Bedarfs von 2040 gegenüber dem Stand des Jahres 2010: +4.100%

Indium und Gallium gehören alleine schon deshalb zu meinen Favoriten unter den Strategischen Metallen. Weitere Hintergrundinformationen dazu finden Sie im Buch „Strategische Metalle für Investoren“. Mein Rat:

Klasse statt Masse – also besser strategische Metalle, welche für Zukunftstechnologien notwendig sind…und das auch gerne in physischer Form!

Mit herzlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt, Magister Artium

Chefredakteur „Investoren Wissen“

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Michael Vaupel

Michael Vaupel ist Rohstoff- und Derivate-Experte. Der 40-jährige hat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn Volkswirtschaftslehre studiert.

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Alte Kommentare
  • Lutz Göpner schrieb am 20.05.2014, 15:40 Uhr

    Hallo Herr Vaupel, Gallium ist doch recht beachtlich gefallen. Es stand ja beinahe bei 1100 Euro/kg und kostet jetzt ca. 303 Euro/kg. Da suche ich als interressierter Anleger schon die Ursachen. Die Prognosen zur Preisentwicklung scheinen mir schon bedenkenswert zu sein. Können Sie mir helfen