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Gallium und Indium: Das braucht die Welt 2030

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute rennt mir die Zeit mal wieder unter den Fingern davon. Warum hat der Tag eigentlich keine 48 Stunden? Das fände ich viel praktischer. Denn dann könnte ich mir viel mehr Zeit lassen, über die so spannenden Zukunftsmetalle zu recherchieren und Ihnen auch noch davon zu berichten. So bleibt mir heute nur die Zeit, Ihnen einen Passus aus meiner soeben verschickten Kaufempfehlung für eine Aktie zu zitieren, die gleich beide der Zukunftsmetalle Gallium und Indium zu bieten hat.

Indium und Gallium sind rar, weil sie aufwändig raffiniert werden müssen

Das Problem mit den beiden Metallen Indium und Gallium ist, dass sie in industrienötigen Mengen nur als Beiprodukte in Zink- bzw. Bauxitmineralien (also dem Rohstoff für die Aluminiumherstellung) vorkommen. Sie sind darin aber auch noch in so geringen Mengen enthalten, dass nur wenige Firmen sie speziell abscheiden. Größere Mengen der Metalle gehen verloren, weil sie einfach mit den Grundmetallen weiter verarbeitet werden. Damit sind sie für die Elektronikindustrie verloren, die sie dringend benötigt.

Gerade die Zukunftstechnologien sind von diesen Metallen abhängig

So stecken geringe Mengen an Indium (ITO, also Indium-Zinn-Oxid) in jedem Bildschirm und den meisten Solarzellen. Gallium ist ein Grundstoff für rote und ultraviolette LEDs. Für weiße LEDs wird eine Verbindung aus Indium, Gallium und Stickstoff benötigt. In der Solarforschung bzw. bei besonders modernen, leistungsfähigen Solarzellen, ist Gallium in verschiedenen Verbindungen fast immer enthalten. So bestehen auch Dünnschichtsolarzellen aus einer Verbindung von Kupfer, Indium, Selen und ebenso Gallium. Bisher ist die Werkstoffkunde gerade bezüglich dieser speziellen Metalle noch im Anfangsstadium. So werden ständig neue, innovative Verbindungen entdeckt, die gewaltige Fortschritte in der Elektronik im weitesten Sinne ermöglichen.

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Über den Autor Daniela Knauer

Daniela Knauer, Jahrgang 1962 aus Stuttgart, studierte Medienberatung und Wissenschaftsjournalismus in Berlin. Ab Mitte der 1990er Jahre ist sie freie Traderin.

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