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So nutzen Sie Diamanten als Vermögensschutz und Kapitalanlage

„Diamonds Are A Girl‘s Best Friend“ sang schon Marilyn Monroe 1953 im Musical „Blondinen bevorzugt“. Die schmucken Steine sehen aber nicht nur an Damen besonders hübsch aus, sondern eignen sich auch durchaus als Investment. Seit Jahrhunderten gelten Diamanten als beliebte und anerkannte Form der Geldanlage. Sie haben alle bisherigen Wirtschafts- und Finanzkrisen überstanden.

In Diamanten lassen sich große Vermögen in extrem kleinen Einheiten speichern, die auch über Generationen weitergegeben werden können. In Extremsituationen sind sie dementsprechend mobil und tragen deshalb auch das Prädikat „ideale Fluchtwährung“.

Diamanten bieten Schutz vor stattlichen Zugriffen…

… sowie Währungsreformen, Inflation und Geldentwertung. Deshalb eignen sich die Steine durchaus als sinnvolle Depotbeimischung. Langfristiger Vermögensschutz basiert immer auf dem Prinzip der Risikostreuung. Gerade in Zeiten wie diesen, sollte das Depot krisenfest gemacht und auf mehreren stabilen Säulen verteilt werden.

Trotz der zahlreichen Vorteile landen Diamanten bei Anlegern aber eher selten im Depot. Die Hemmschwelle ist bei vielen groß und das kann ich persönlich durchaus nachvollziehen. Der Markt mit Diamanten ist unreguliert und sehr intransparent. Die Preise werden nicht regelmäßig ermittelt. Es gibt keinen offiziellen Kurs und keinen Referenzwert wie beispielsweise bei Aktien. Und ein Verkauf kann mitunter sehr lange dauern.

Finanzprodukt macht Diamanten handelbar

Deshalb möchte ich Ihnen heute ein neues Finanzprodukt vorstellen, mit dem Diamanten einfacher gehandelt werden können. Die Firma „Singapore Diamond Mint“ bietet ein Produkt namens „Diamond Bullion“ an. Dahinter steckt eine festgelegte Menge an physischen Diamanten, die alle einem vorgegebenen Qualitätsstandard entsprechen und damit immer wieder nahezu gleich sind.

Die Diamanten befinden sich in einem kreditkartengroßen Kästchen, dem so genannten „Diamond Bullion“. Und eben genau dieses Produkt kann jederzeit über die größte elektronische Börse für Diamanten, der Singapore Diamand Investment Exchange, gehandelt werden. Die Preise werden täglich gestellt. Selbstverständlich kann man sich sein „Diamond Bullion“ auch ausliefern lassen. Derzeit sind die Stückelungen von 100.000 und 200.000 Dollar noch sehr groß. Und der Handel richtet sich in erster Linie an institutionelle Anleger.

Die Rekordhalter unter den Diamanten

Erst vor wenigen Tagen wurde in Sierra Leone erneut ein Riesendiamant mit einem Gewicht von 476 Karat gefunden. Erst im März wurde in derselben Region des Landes ein 709 Karat schwerer Diamant aus dem Boden geholt. Zu den größten, jemals gefunden Diamanten, zählen folgende Steine:

  • Den bisherigen Rekord hält der legendäre Diamant „Cullinan“ mit 3107 Karat. Er wurde 1905 in Südafrika gefunden und wurde benannt nach dem Minenbesitzer Thomas Cullinan. Der Stein wurden in neun kleinere Steine geteilt und verarbeitet, die seitdem zu den britischen Kronjuwelen gehören.
  • Der vermutlich zweitgrößte jemals gefundenen Rohdiamant ist der „Lesedi La Rona“. Er ist fast so groß wie ein Tennisball und wiegt 1109 Karat. Der Stein wurde im September 2017 für 53 Millionen Dollar an den britischen Juwelier Laurance Graff verkauft. Der Stein wurde 2015 in Botswana gefunden.
  • Der „Excelsior“ wurde 1893 in Südafrika gefunden und hatte ein Gewicht von 995 Karat. Der Name basiert auf der Form des Steines, der auf der einen Seite flach und auf der anderen spitz ist. Der Excelsior wurde in 21 Steine geteilt. Für viele Experten ist dies bis heute eine der größten Fehlentscheidungen der Geschichte.
  • Der „Stern von Sierra Leone“ wurde 1972 gefunden und hatte ein Gewicht von 969 Karat. Der Händler Harry Winston kaufte den Stein und teilte ihn anschließend in 17 einzelne Diamanten. Sechs davon wurden zu einer Brosche zusammengefasst. Der Stern von Sierra Leone gilt als perfekt chemisch rein. Nur ein Prozent aller gefundenen Steine weist dieses Merkmal auf.
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Über den Autor Thomas Schwarzer

Thomas Schwarzer ist ein Wirtschafts- und Börsenexperte mit ausgeprägter Erfahrung im Wirtschafts- und Börsenjournalismus.

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