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So sichern Sie sich den niedrigen Ölpreis für die nächsten 6 Jahre

Sie wollen auch noch in 6 Jahren so günstig tanken wie heute?

Mit Zertifikaten oder Optionsscheinen sichern Sie sich den aktuell niedrigen Ölpreis für lediglich 2 Cent pro Liter pro Jahr.

Heute Morgen unterhielt ich mich mit einem befreundeten Trader über den Ölpreis, der nach der gestrigen OPEC-Sitzung, die ohne Ergebnisse zu Ende ging, erneut auf Talfahrt ist. Dieser Freund geht, wie viele andere Marktteilnehmer auch, davon aus, dass die Ölpreise nun auf lange Sicht so niedrig bleiben werden.

Zu tief seien die Verwertungen innerhalb der OPEC, vor allem zwischen dem Iran und Saudi-Arabien, und zu groß sei das Überangebot an Öl auf dem Weltmarkt. Eine Absicherung gegen steigende Ölpreise, so der befreundete Trader, lohne sich also nicht und sei obendrein noch zu teuer.

Ich sehe das anders. Denn eine Absicherung gegen steigende Ölpreise für die nächsten sechs Jahre muss Sie nicht mehr kosten als 2 Cent pro Jahr pro Liter. Wie das geht? Ganz einfach: Mit Optionsscheinen.

Die Absicherung muss Sie nicht mehr kosten als 2 Cent

Mit einem Call-Optionsschein auf Öl können Sie sich beispielsweise einen Basispreis von 40 US-Dollar pro Barrel sichern. Optionsscheine haben von der Natur der Sache her alle eine Laufzeitbegrenzung, aber es gibt Call-Optionsscheine auf Brent, die bis ins Jahr 2022 laufen.

Das heißt, dass Sie sich den aktuell günstigen Ölpreis über einen Optionsschein für die nächsten sechs Jahre sichern können. Stellen Sie es sich nur einmal eben vor: Bis 2022 müssen Sie, wenn Sie an die Tankstelle fahren, keinen Blick mehr auf die Preistafel werfen und sich über steigende Benzinpreise ärgern.

Stattdessen können Sie in aller Ruhe tanken, denn Sie wissen, dass Sie steigende Ölpreise über Ihren Optionsschein wieder ausgleichen können. So ein Optionsschein kostet heute etwa 22 Dollar Aufpreis auf den aktuellen Ölpreis. Für 22 Dollar sichern Sie sich also das Recht auf Lieferung von 157 Litern Öl im Jahr 2022 zum Preis von 40 Dollar – also sogar günstiger als heute.

Nun gibt es diese Absicherung nicht umsonst, da hat mein Trading-Kollege völlig Recht. Aber sie kostet auch nicht so viel, wie Sie vielleicht denken. Denn aufs Jahr und auf den Liter Öl runtergerechnet muss Sie diese Absicherung des niedrigen Ölpreises nicht mehr kosten als 2 Cent. Und das dürfte es jedem Autofahrer wert sein.

Der Ölpreis wird aller Wahrscheinlichkeit nach wieder steigen

Die erwähnten Kosten kommen durch die Lagerkosten für Öl zustande. Mit einem Optionsschein auf Öl kaufen Sie zwar nicht persönlich tatsächlich Öl, dass Sie dann im Keller lagern müssen, aber der Emittent des Optionsscheines tut gut daran, den Basiswert als Absicherung für den Optionsschein zu kaufen.

Ob real als echtes Öl oder über andere Derivate, das spielt keine Rolle. Damit muss der Emittent auch für die Lagerkosten aufkommen, die er an den Käufer des Optionsscheines, also Sie, weiter gibt.

Wie sich diese Lagerkosten auf den zukünftigen Ölpreis auswirken, können Sie an der sogenannten Strukturkurve ablesen, im Englischen „forward curve“ genannt.

Brent_FuturePreise

Diese Forward Curve für Brent zeigt die Future-Preise bis Ende des Jahres 2022 an. Jeder Punkt ist ein Futurepreis, in den die Lagerungskosten bereits eingerechnet sind. Deshalb steigt der Preis für Ölfuture mit der Zeit. Schließlich ist die Lagerung teurer, je länger sie andauert.

Sichern Sie sich jetzt für morgen die günstigen Ölpreise von heute

Damit Ihr Optionsschein mit Laufzeitende 2022 Gewinn abwirft, muss der Ölpreis bis dahin also auf mindestens 63,50 US-Dollar steigen – um 22 Dollar also.

Doch muss er überhaupt Gewinn abwerfen? Ich sehe den Kauf eines Öl-Optionsscheins als Versicherung an. Niemand käme bei einer Hausratversicherung auf die Idee, kurz vor Jahresende noch auf einen Einbruchdiebstahl zu hoffen. Doch das müssten Sie, wenn Sie mit der Hausratversicherung Gewinn machen wollen. Will aber keiner. Jeder ist froh, wenn es zu keinem Einbruch kommt und die Versicherung „umsonst“ bezahlt wurde.

Genauso ist es bei der Ölpreisabsicherung doch auch. Wenn Ihr Optionsschein im Jahr 2022 wertlos verfallen sollte, freuen Sie sich. Garantiert. Denn das heißt, dass Sie auch im Jahr 2022 noch so günstig tanken können wir heute.

Vielleicht steigt der Ölpreis aber auch und Sie freuen sich ebenfalls. Denn dann hat sich die Ausgabe von 2 Cent pro Liter pro Jahr gelohnt und Sie kaufen sich auch 2022 das Öl für günstige 40 Dollar pro Barrel.

Die Förderung wird sinken, und damit der Preis steigen

Ein Preisanstieg mag nach den gestern erneut gescheiterten OPEC-Verhandlungen zu einer Drosselung der Fördermengen utopisch erscheinen. Doch sechs Jahre sind eine lange Zeit, in der viel passieren kann, und es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass der Ölpreis in diesen sechs Jahren wieder steigt als dass er bis 2022 auf dem aktuell rekordniedrigen Niveau bleibt.

Denn erdölfördernde Länder wie die USA und Russland können sich bereits heute das niedrige Preisniveau überhaupt nicht mehr leisten. Dafür ist die Fördermethode des Fracking, die vor allem in den USA eingesetzt wird, einfach zu teuer.

In den vergangenen Monaten mussten daher bereits zahlreiche Bohrtürme stillgelegt werden, und weitere werden folgen, wenn der Preis so niedrig bleibt. Die Fördermenge wird also auch ohne eine OPEC-Einigung gedrosselt werden. Und damit steigt mit der Zeit auch der Preis wieder.

Ein Ölpreis von mindestens 63 US-Dollar pro Barrel in sechs Jahren ist also nicht nur wahrscheinlich, sondern sogar noch konservativ. Denn der historische Kursverlauf zeigt: Auf Kursverluste in Öl folgten immer deutliche Kursgewinne. Und mit jedem US-Dollar, den der Ölpreis bis 2022 steigt, wird Ihr Call-Optionsschein auf Öl profitabler.

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Über den Autor Thomas Kallwass

Thomas Kallwass ist unser Spezialist für alternative Investment-Chancen. Seine Handelsstrategien sind wissenschaftlich untermauert.

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