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Müll: Ein vergessener Rohstoff mit Kurspotential

Wenn Sie sich für Rohstoffe interessieren, ist auch das Thema Müll für Sie interessant. Denn in immer mehr Staaten der Erde wird Müll zum Rohstoff.

Bei den Goldminen ohnehin. Dort gibt es bereits etliche Unternehmen, die jahrzehntealte Abraumhalden alter Goldminen aufbereiten. Kein Verfahren kann Gold vollständig aus dem Gestein lösen.

Optimierte Extraktionsverfahren erlauben es jedoch, das im Abraum noch immer enthaltene Gold besser auszulösen, als es noch vor einigen Jahrzehnten möglich war. Aus dem Müll „Abraumhalde“ wird so für diese Unternehmen ein Rohstoff.

Aber auch das, was Sie sich wahrscheinlich eher unter Müll vorstellen, ist inzwischen ein Rohstoff. Ob Rest-, Bio-, Papier-, Glas- oder Plastikmüll – alle Sorten stellen inzwischen das Ausgangsmaterial für eine Milliarden-Industrie dar.

Allein in Deutschland setzt diese Industrie 50 Milliarden Euro pro Jahr um. Ähnlich groß ist der Jahresumsatz der Unternehmen, die Müllverwertungsanlagen herstellen.

Viele Unternehmen aus der Branche wurden inzwischen aufgekauft

Die börsennotierte Wertschöpfungskette geht los bei Unternehmen wie Tomra, die Maschinen zur Abfallerfassung herstellen, geht weiter bei Unternehmen wie Alba oder Veolia, die den Müll als Dienstleister einsammeln, sortieren und aufbereiten, geht über die Hersteller riesiger Müllverbrennungsanlagen, wobei letztere in der Regel Mischkonzerne wie ABB oder nicht börsen-notierte Mittelständler sind und endet bei Nutzern von recycliertem Müll wie Mayr-Melnhof, die Papiermüll zu neuem Papier verarbeiten.

Müllverwertung ist inzwischen ein so interessantes Geschäft, dass China bereits in Deutschland auf Einkaufstour ging.

2016 kaufte eine chinesische Holding die EEW, ein Magdeburger Unternehmen, das eineinhalb dutzend Müllverbrennungsanlagen betreibt. Von vielen Aktiengesellschaften aus der Branche, die noch vor wenigen Jahren existierten, sind inzwischen zahlreiche aufgekauft worden.

Es gibt Schatten und sehr viel Licht bzw. Gewinne in der Branche

Interessant ist, dass sich die Aktien der Branche in den vergangenen Jahren mehrfach alles andere als gut entwickelten. Ob Veolia, Stericycle, Alba oder Zhongde Waste Technology aus China – entweder ging es seitwärts oder gar nach unten mit den Kursen.

Dass es auch anders geht, zeigen die Aktien der US-Branchenriesen Waste Management und Republic Services, die in 5 Jahren um mehr als 160% zulegten.

Mit Casella Waste Systems verdienten Aktionäre fast 110%, Und der Preis des Branchenindex-Zertifikats SGI Global Waste Management stieg in 5 Jahren immerhin um 82%, wird inzwischen aber leider nicht mehr verkauft.

Die Beispiele zeigen, dass sich der Rohstoff Müll durchaus auch in Ihrem Depot auszahlen kann. Es müssen nicht immer klassische Rohstoffe wie Öl, Kupfer oder Mais sein.

Diversifizierung ist auch für Rohstoff-Investoren Gebot der Stunde. In den Rohstoff Müll zu diversifizieren, bietet sich an – denn die Korrelation mit klassischen Rohstoffen dürfte denkbar gering sein.

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Über den Autor Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

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