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Molybdän: Wichtiges Metall mit kritischer Versorgungslage

Molybdän ist ein in der Stahlherstellung wichtiger Zusatzstoff. Mit Molybdän wird Stahl härter, korrodiert weniger und verändert unter Hitze seine Eigenschaften weniger stark. Bei der wichtigen Entschwefelung von Kraftstoffen dient Molybdän als Katalysator.

Die Hitzebeständigkeit des Metalls macht es zum idealen Begleiter für extreme Einsatzbereiche wie Raketentechnik. Aber auch bei den erneuerbaren Energien (Solarzellen), der Computertechnik (TFT-Displays) und bei der Herstellung schwer entflammbarer Stoffe wird auf Molybdän zurückgegriffen.

Schon 2008 warnte das Institut der Deutschen Wirtschaft vor einer Verknappung des nicht ersetzbaren Metalls. Zwar reichten die Vorkommen noch für fast 50 Jahre, doch fast 80% der Vorkommen konzentrieren sich auf China, Chile und die USA und werden von lediglich 49 Unternehmen ausgebeutet.

Exportbeschränkungen in China und den USA würden mich nicht mehr überraschen

Die Konzentration der Marktmacht in so wenigen Unternehmen und so wenigen Staaten ist ein Risiko. China ist dafür bekannt, Rohstoffe als Waffe einzusetzen und die Versorgung künstlich zu verknappen.

Unter einem Präsidenten Trump könnten auch die USA dazu übergehen, Exportbeschränkungen unter dem Motto „America first“ einzuführen.

Da Molybdän in den Produkten nur in kleinen Mengen eingesetzt wird, spielt der Preis des Rohstoffs fast keine Rolle. Gleichzeitig sind die Produzenten aber darauf angewiesen, Molybdän einkaufen zu können, da das Metall nicht oder nur sehr schwer ersetzt werden kann.

Bei Angebotsverknappungen dürften die Preise für das Metall daher schnell in die Höhe schießen – die Verarbeiter werden jeden Preis bezahlen, ohne dass die Preise der Endprodukte dadurch nennenswert angehoben werden müssten.

50% Preisanstieg seit 2015!

Am Markt zeigt sich langfristig jedoch noch ein Abwärtstrend. Kostete eine Tonne Molybdän im März 2010 noch 35.000 US-Dollar, sind es jetzt nur noch 15.000 US-Dollar.

Mittelfristig hat der Preis aber bereits ordentlich zugelegt. Das Tief wurde 2015 mit 10.000 US-Dollar pro Tonne erreicht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Abwärtstrend durchbrochen wird.

Molybdän-Hersteller als Aktie zu handeln, ist übrigens gar nicht so leicht. Denn der Großteil des Molybdäns fällt als Beiprodukt der Kupferherstellung an. Steigende Molybdän-Preise haben damit kaum Einfluss auf den Aktienkurs der Minengesellschaften.

Das Molybdän ist in der Konzern-Bilanz einfach ein zu kleiner Posten. Es gibt jedoch auch einige Unternehmen wie China Molybdenum, die sich auf Molybdän spezialisierten. Das Risiko bei diesen in der Regel als Pennystock notierten Aktien ist nicht zu unterschätzen.

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Über den Autor Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

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