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Kupfer als Begleiter des Menschen in der Geschichte

Kupfer ist eines der ältesten Metalle. Archäologische Grabungen haben gezeigt, dass Menschen im westlichen asiatischen Raum das Metall vor mehr als 10.000 Jahren zur Herstellung von Münzen und Ornamenten nutzten. Die ältesten Funde sind Kupfer-Schmuckplättchen, die man im heutigen Anatolien fand.

Kupferzeit

Die Kupferzeit oder das Chalkolithikum bezeichnet den Zeitraum zwischen 5.000 und 3.000 vor Christus. Die alten Kulturen lernten nachweislich Kupfer zu extrahieren und zur Herstellung verschiedener Gegenstände zu nutzen.

Aus dieser Zeit stammt „Ötzi“, die etwa 5.300 Jahre alte Gletschermumie aus den Ötztaler Alpen in Südtirol. Der Mann dürfte um 3.300 vor Christus gelebt haben. Er ist das bekannteste Beispiel aus der Kupferzeit. Ötzi trug ein gegossenes Kupferbeil bei sich.

Bronzezeit

Auf die Kupfersteinzeit (Kupferzeit) folgte die Bronzezeit, deren Beginn man auf 2.500 vor Christus datiert. Etwa um diesen Zeitpunkt muss die Menschheit die bahnbrechende Entdeckung gemacht haben, Kupfer mit Anteilen anderer Metalle zu einer Bronze-Legierung umzuwandeln.

Wir kennen heute unter dem Begriff Bronze die Kupfer-Zinn-Legierung. In früherer Zeit legierte man Kupfer mit Anteilen von Blei zu Bronze.

Das besondere an Bronze: Sie ist härter und widerstandfähiger als das reine Kupfer. Ägypter verwendeten es zur Bekämpfung von Infektionen und zum Abtöten von Keimen im Wasser.

Vermutlich entdeckten die alten Griechen die Kupfer-Legierung Messing. Messing wird aus einer Kupfer-Zink-Legierung hergestellt. Es ist bekannt, dass Messing im antiken Griechenland und zurzeit von Aristoteles (384-322 v.Chr.) bekannt war.

Der größte Produzent und Verbraucher von Kupfer in vorindustrieller Zeit war das Römische Reich. Heute schätzt man die Jahresproduktion des Römischen Reiches auf etwa 15.000 Tonnen. Es wird deutlich, welch bahnbrechende Entdeckung die Bronze-Legierung bedeutete. Schließlich vermochte es die römische Armee mit den technisch überlegenen Bronzeschwertern und -schilden ausgerüstet, halb Europa unter seine Kontrolle zu bringen.

Der Großteil des damals in Europa verwendeten Kupfers stammte aus Zypern. Die Zyprioten belieferten nicht nur die Römer, sondern Griechen, Phönizier und die damalige „Kupferkammer“. Zypern gab Kupfer seinen Namen. Der Name geht auf den alten lateinischen Namen für das Metall zurück, Cyprium. Es bedeutet so viel wie „Metall aus Zypern“.

Nicht nur in Europa kannte man Kupfer. Die alten Völker aus der präkolumbischen Epoche (Maya, Azteken und Inkas) kannten und förderten es neben Gold und Silber. Damals verwendete man zum Beispiel eine Gold-Kupfer-Legierung namens Tumbaga (beispielsweise für die Herstellung der als Tumi bezeichneten Ritualmesser).

Mittelalter

Während Europa in Fortschrittsdingen im Mittelalter einen Schritt zurück tat, blühte die Nutzung von Kupfer und Bronze in China, Indien und Japan.

Industrielle Revolution

Mit dem Zeitalter der Aufklärung kehrte das technische Fortschrittsdenken nach Europa zurück. Entdeckungen zur Elektrizität und dem Magnetismus durch Wissenschaftler wie Ampère, Faraday und Ohm brachten nicht nur neue Verwendungsmöglichkeiten und steigenden Verbrauch für und von Kupfer mit sich. Diese Verwendungsmöglichkeiten und der steigende Verbrauch  halfen die Industrielle Revolution anzukurbeln und schoben das Kupfer in eine neue Ära der Bedeutung.

Heute

Heute ist Kupfer mit Abstand eines der wichtigsten (wenn nicht das wichtigste) Industriemetall und aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Obwohl der Mensch seit 10.000 Jahren Kupfer und seine Legierungen nutzt, werden nach wie vor weitere innovative Nutzungsmöglichkeiten für das Metall gefunden, wie zum Beispiel in der Halbleiterindustrie.

Kupfer ist ein Metall, das die Menschheit aufgrund seiner Eigenschaften zu Recht, lange begleitet und mit Sicherheit noch lange begleiten wird.

So long liebe Leser…damit verabschiede ich mich für heute und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend…liebe Grüße..

Ihre Miriam Kraus

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Über den Autor Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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