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Wie Privatanleger profitieren können

Seit Anfang des Jahres die Aktienmärkte weltweit in den Keller gestürzt sind, hat eine andere Form der Geldanlage eine glänzende Renaissance erlebt: Gold.

Sowohl in Euro als auch in Dollar zeigte sich ein wahrer Goldrausch: Kostete die Feinunze zu Jahresbeginn noch unter 1.000 Euro beziehungsweise unter 1.100 Dollar, schnellten die Preise binnen drei Monaten in die Höhe auf knapp 1.160 Euro oder rund 1.280 Dollar.

Seit Mitte März hat eine leichte Konsolidierungsphase eingesetzt, dennoch scheint sich der Goldpreis auf einem Niveau zu stabilisieren, das er zuletzt vor mehr als einem Jahr erreicht hat – wenn auch damals nur kurzzeitig.

Goldpreisentwicklung: Verunsicherung macht sich breit

An der jüngsten Entwicklung scheiden sich nun die Geister. Seit Wochen rätseln Experten, ob es sich bei der aktuellen Rally um ein kurzes Strohfeuer handelt – oder um eine längerfristige Trendwende. Für beide Annahmen gibt es hinreichend viele und gute Argumente.

Der zunehmende Wertverfall der Papierwährungen sowie mannigfaltige Krisenängste – Krieg in Syrien, Konjunktur in China, Zerfallstendenzen in Europa – sind die prägnantesten Ansätze derjenigen, die einen weiteren Anstieg des Goldpreises für unausweichlich halten.

Was man bei all der Verunsicherung über die künftige Goldpreisentwicklung jedoch nicht vergessen sollte: Ein Investment in Gold dient in aller Regel nicht der Vermehrung des Vermögens, sondern seiner Absicherung im Krisenfall. Eine Depotbeimischung von etwa 10 Prozent wird üblicherweise empfohlen.

Gold – wie Privatanleger profitieren können

Für Privatanleger gibt es verschiedene Wege, diese Beimischung umzusetzen. Goldfonds sind eine Variante, um den Erwerb des physischen Goldes zu vermeiden. Wer lieber auf eigene Münzen und Barren zurückgreifen möchte, sollte dabei einige wichtige Aspekte beachten.

Zunächst versteht es sich von selbst, dass man nach seriösen Anbietern wie etablierten Händlern oder Banken Ausschau halten sollte, um nicht an schwarze Schafe zu geraten. Die Stückelung sollte dabei nicht zu klein gewählt werden, da kleinere Münzen im Verhältnis teurer sind – Produktionskosten und Gewinnmargen werden schließlich auf den Kaufpreis umgelegt.

Auch Fragen wie Lagerung und Versicherung sowie damit verbundene Kosten sollten bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden.

Für Risikolustige: Aktien von Minenbetreibern

Wer auf steigende Goldpreise setzt und ein höheres Risiko nicht scheut, kann außerdem auf Aktien von Goldminenbetreibern zurückgreifen. Läuft es gut, winken hier womöglich saftige Gewinne: Unter dem Druck fallender Goldpreise hat in den vergangenen Jahren eine starke Konsolidierungswelle die Branche ergriffen.

Zahlreiche kleinere Minenbetreiber sind weggefallen, die großen mussten ihre Investitionen zurückfahren. Manch einer rechnet nicht zuletzt deswegen mittelfristig mit einer Verknappung des Angebots, was wiederum steigende Preise begünstigen würde.

Da die Produktionskosten zuletzt aber heruntergeschraubt wurden, könnten dadurch die Gewinnmargen wieder anziehen – und mit ihnen der Aktienkurs. Wer nicht alles auf eine Karte, sprich: eine Einzelaktie, setzen will, kann auch hier mit entsprechenden Fonds das Risiko streuen.

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Über den Autor Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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