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Was ist dran am neuen Goldhype?

Immer, wenn mich jemand nach Gold fragt (und offensichtlich Geld übrig hat), sage ich: „Kauf Dir einfach was!“ oder noch besser: „Gönn Dir jedes Jahr ein Stückchen Gold.

Schlussendlich ist Gold eine Versicherung auf den Währungsverfall. Und hoffe, dass Du diese Versicherung nie anpacken musst und an Deine Kinder weitergeben kannst … oder „im Alter“ nach und nach verkaufst“.

Der Gedanke ist recht simpel: Wenn Sie sich jedes Jahr (oder gar öfter) etwas Gold ins Depot legen, haben Sie nach einiger Zeit einen Goldschatz. Ziel der Sache ist zwar auch eine Wertsteigerung. Maßgeblich ist aber (in meinen Augen) eher eine Absicherung.

Nicht umsonst wird Gold als der sichere Hafen bezeichnet. Nebenbei könnten ein paar Silbermünzen auch nicht schaden. Mit einer Goldmünze von können Sie im Zweifelsfalle eher schlecht Ihre täglichen Einkäufe bezahlen …

Chart Goldpreis langfristig

Gold_lang

Und auch hier in meinem Newsletter lesen Sie bereits seit 2006, wie ich zu Gold stehe. Kaufen, in den (Bank-)Tresor packen, fertig.

Langfristig betrachtet sehe ich den gerade wieder aufflammenden Goldhype eher entspannt. Kurzfristig sollten wir angesichts der aktuellen Preissteigerung bei Gold einmal nachdenken.

Zum einen wird der Goldpreis in US-Dollar „gemessen“ (oder umgekehrt?). Fällt der Dollar, steigt in der Regel der Goldpreis.

Zum anderen steigt Ware (wie ein Rohstoff oder auch eine Aktie im weitesten Sinne ) steigt, wenn sich die Nachfrage erhöht. Und die Nachfrage nach Gold steigt momentan nicht, weil sich einzelne Anleger für Gold interessieren … es sind auch die Notenbanken, Groß-Investoren und ganze Länder.

Und das kann zumindest in der aktuellen Gemengelage ein wenig nachdenklich stimmen. Wenn der allgemeine Ruf nach Gold lauter wird, dann scheint zumindest eine erkennbare Verunsicherung oder eben ein abnehmendes Vertrauen in die eigene Währung zu kursieren. Und das wiederum spiegelt die aktuelle Verunsicherung am Finanzmarkt generell wider.

Goldpreis kurzfristig

Gold_kurz

Goldpreis: Bei 1.300 Dollar wartet ein charttechnischer Widerstand

Natürlich können Sie kurzfristig mit einigen Trades auf Gold- oder Goldminen-Aktien davon profitieren. Doch mittel- bis langfristig betrachtet, sollten wir uns die Frage stellen, was diese (weltweite) Verunsicherung für Auswirkungen auf den Aktienmarkt haben wird.

Sie hören in diesem Zusammenhang oft von einer „Alternativlosigkeit“ zur Aktie. Einfach da beim Geldmarkt angesichts der Mickerzinsen nichts zu holen ist. Das mag für den Moment stimmen. Allerdings würde ich mich nicht für alle Ewigkeit darauf verlassen.

Und das ist ein weiterer, simpler Grund dafür, weshalb ich mit Stopps arbeite. Bei Weltmarktführern kann der Stopp etwas weiter gefasst sein. Hier sind (langfristig!) sogar Nachkäufe erlaubt.

Bei kleineren Werten würde ich konsequente Stopps setzen und nachziehen. Wenn Sie falsch lagen, gehen Sie mit einem kleinen Verlust raus. Wenn Sie richtig liegen, ziehen Sie den Stopp nach („Trailing Stopp“ heißt dies in der Fachsprache).

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Über den Autor Tom Firley

Der gebürtige Kölner Thomas Firley hat in Rosenheim Betriebswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit Anfang 2006 für den Investor Verlag.

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