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Trump scheitert, US-Dollar fällt, Goldpreis steigt

Er kann einem fast Leid tun. Ihm will einfach nichts gelingen. Oder anders ausgedrückt: Wer großmäulig etwas ankündigt, muss auch mal was aufs Maul bekommen.

Der neue US-Präsident wollte aus Obamacare Trumpcare machen – und wieder verweigern republikanische Senatoren die notwendige Zustimmung.

Die Einführung eines neuen Krankensystems, die Millionen Amerikaner ohne jeglichen Schutz zurücklassen würde, ist erneut gescheitert.

Selbst für republikanische Abgeordnete ist offenbar nicht hinnehmbar, dass US-Bürger und Wähler ihren Versicherungsschutz verlieren.

Jetzt auch Trumps Steuererleichterung in Gefahr?

Inzwischen verliert aber Trump – an Zustimmung und Vertrauen. Noch nie lagen die Zustimmungswerte nach der Wahl eines neuen US-Präsidenten so niedrig wie bei Trump jetzt.

Schlimmer noch: Mit dem Scheitern der Gesundheitsreform vor der Sommerpause nehmen auch die Zweifel zu, ob Trump überhaupt in der Lage ist, die ebenfalls großmäulig angekündigte Steuerreform auf den Weg zu bekommen.

Es werden längst andere Zahlen genannt

Hinter vorgehaltener Hand werden längst andere Zahlen genannt. Statt einer Absenkung der Unternehmenssteuern von 35 auf 15% ist jetzt von 20 oder vielleicht 25% die Rede Auch hier sind es übrigens nicht die Demokraten, die Trump bremsen.

Es sind wieder republikanische Abgeordnete die eine Reform verhindern wollen, die das Defizit der USA noch weiter erhöhen.

Wenn der US-Dollar fällt, steigt der Goldpreis

Die wachsende Verärgerung und Verunsicherung über das anhaltende Scheitern von Trump drückt sich auch im US-Dollar aus. Der ist gegenüber dem Euro deutlich gefallen.

Für die deutsche Exportindustrie ist das ein Warnzeichen, für Goldanleger nicht. Auf diese Logik habe ich Sie schon mehrfach aufmerksam gemacht.

Denn Goldkäufer aus nicht US-Dollar-Ländern können bei einem schwachen US-Dollar jetzt günstig Gold kaufen.

Goldchart 18.7.17

Shorties holen sich eine blutige Nase

Ein Blick auf den Chart bestätigt genau das. Der jüngste Abwärtstrend ist für erste gestoppt. Und: Gold hat den Sprung über die 200-Tage- Linie wieder geschafft.

Ein weiterer Grund neben dem Trump-Effekt: Shortseller, die auf einen weiter fallenden Goldpreis gesetzt haben, müssen sich jetzt schnell eindecken, spricht: kaufen, sonst wird ihr Verlust mit den Gold-Short- Positionen immer größer.

Zum Glück hat Trump im Weißen Haus rechtzeitig goldene Vorhänge aufhängen lassen …

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Über den Autor
Volkmar Michler

Volkmar Michler, Jahrgang 1964, ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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