MenüMenü

Schwacher Dollar + niedrige Zinsen = Goldpreis-Rallye

Die Fed ist für 2017 fertig mit Zinserhöhungen. Der Kurs der Geldpolitik ist glasklar. Die Fed muss den Dollar nach ihren drei Zinserhöhungen im Dezember 2016, März 2017 und Juni 2017 schwächen. Dies treibt den Goldpreis in eine Rallye.

Die Fed hat einen großen Fehler gemacht, durch die Verschärfung der Geldpolitik in der wirtschaftlichen Schwäche. Was entstand, ist eine anhaltende Disinflation, welche die Fed noch weiter weg bringt von ihrem 2-%-Inflationsziel.

Die Fed benötigt eigentlich einen schnellen Inflationsschub. Und das gelingt am besten mit einer Schwächung des Dollar.

Notenbanken forcieren schwachen Dollar

Das Problem an der Abschwächung des Dollars ist, dass der Euro stärker werden muss. Anders geht es nicht.

Dollar-Index und Euro-Index-Entwicklung im Vergleich

1RSD15.09.17 (002)

Quelle: stockcharts.com

Während der Euro um 13,6% zugelegt hat seit Jahresbeginn, ist der US-Dollar um über 10% gesunken.

Der EUR- / USD-Kreuzkurs ist bei weitem der wichtigste der Welt und der Handel in diesen Währungen ist der liquideste und am aktivsten.

Wenn der Dollar schwächer werden muss, muss er gegen den Euro schwächer werden, um die unmittelbaren inflationären Auswirkungen auf die Einfuhrpreise der USA zu erzielen, welche die Fed erreichen will.

EZB unterstützt Fed bei Politik des schwachen Dollar

Zum Glück für die Fed war die EZB in der Lage, diese letzte Episode in den Währungskriegen unterzubringen. Das Wachstum in Europa ist in letzter Zeit stärker geworden.

Die EZB liegt Jahre hinter dem Zeitplan zurück in Bezug auf die Normalisierung der Geldpolitik, was die Fed im Jahr 2013 immerhin mit dem Beginn des Tapering angefangen hat.

Draghi strebt sowieso eine Straffung der Geldpolitik an, so dass seine Ziele aktuell sehr schön mit denen Yellens harmonieren.

Es ist nicht so, dass Draghi einen starken Euro favorisiert, es ist nur so, dass er weiß, dass ein schwacher Dollar einen starken Euro braucht, also war er bereit, Yellen den Ball zuzuspielen.

Folglich wurde der schwacher-Dollar-starker Euro-Deal Mitte Juni in Stein gemeißelt.

Der Schwache-Dollar-Trend wird sich fortsetzen

Inflation und Deflation verändern sich nicht von heute auf morgen. Es dauert Monate, bis sich Preiseffekte durch das System bewegt haben.

Yellen ändert auch nicht die Fed-Politik aufgrund der Daten eines Monats. Sie beobachtet gern die Datenlage über drei bis sechs Monate, bevor sie entscheidet, ob ein neuer Trend vorhanden ist.

Die jüngsten Daten zur Inflation zeigen weiterhin Schwäche an, so dass Yellen mindestens bis Ende des Jahres warten wird, bevor sie entscheidet, ob es eine Trendumkehr gegeben hat.

Meiner Meinung nach müsste sie eigentlich noch viel länger warten, weil die Daten nicht so ausfallen werden, wie sie es erwartet. So oder so ist der schwache Dollarplan bis zum Ende des Jahres im Spiel. Das bedeutet, jegliche US-Zinserhöhungen sind in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten.

Schwacher Dollar forciert Goldpreis-Rallye

Die gute Nachricht für Investoren in Gold und Gold-Bergbau-Aktien ist, dass ein schwacher Dollar einen höheren Dollar-Preis für Gold bedeutet. So einfach ist das.

Sehen Sie hier:

Goldpreis- und Dollar-Index-Entwicklung im Vergleich

2RSD15.09.17

Quelle: stockcharts.com

Der Goldpreis hat um 16% zugelegt, während der US-Dollar um 10% sank seit Beginn des Jahres. Gold ist also die zu favorisierende Währung.

Die Zeit, um in Gold zu investieren, ist jetzt, bevor die Rallye den Goldpreis noch höher drückt.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor
Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

Regelmäßig Analysen über Rohstoffe erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Jim Rickards. Über 344.000 Leser können nicht irren.