MenüMenü

Londoner Goldpreis manipuliert

Viele meiner Leser machen sich – zurecht – Sorgen um eine Manipulation des Goldpreises. Der Goldkurs scheint aktuell keiner herkömmlichen Logik mehr zu folgen. Die alten Börsen-Weisheiten, auf die früher immer Verlass war, gelten nicht mehr.

Und es stimmt, der Goldkurs ist NICHT das Ergebnis von Angebot und Nachfrage.

Damit ist genau das eingetroffen, vor dem ich schon seit längerer Zeit ausdrücklich warne: Der Schwindel fliegt uns um die Ohren!

Tatsächlich gibt es zahlreiche mächtige Gruppierungen, die regelmäßig den Goldmarkt einnebeln und an der Preisschraube drehen.

Live beobachten konnten Sie diesen Schwindel gerade diese Woche, am Dienstag beim Nachmittagsfixing des Londoner Goldpreises.

Londoner Goldpreis notierte 12 US-Dollar unter den Spotkursen

Während der Goldpreis wegen geopolitischer Ängste anzog, wurde der Londoner Goldpreis 12 US-Dollar unter den aktuellen Spotkursen notiert.

Die Nachrichten-Agentur Reuters berichtet, dass sich im Rahmen des Kursbildungsprozesses eine „Abwärtsspirale“ gebildet hat.

Vom Betreiber der Londoner Goldbörse, Intercontinental Exchange (ICE), gibt es bislang noch keine Stellungnahme.

Ironischerweise wurde die neue Handelsplattform im März 2015 geschaffen, um mehr Vertrauen in den Goldkurs zu schaffen.

Das traditionelle Londoner Fixing war bis dahin schon mehrfach wegen nachgewiesener Manipulation und Preisabsprachen unter Beschuss geraten.

Erst vertuscht, dann eingestanden: Auch beim Silberkurs wird manipuliert

Im Januar 2016 flog schon einmal eine Manipulation beim Silberpreis auf. Die London Bullion Market Assocation (LBMA) stritt damals Manipulationen erst ab.

Als jedoch immer mehr Beweise ans Tageslicht kamen, gestand die Vereinigung die Preisabsprachen ein und gelobte Besserung.

Solch eine Manipulation der Gold- und Silberpreise hat weitreichende Folgen. Denn der Londoner Goldpreis dient als Referenzkurs für zahlreiche Goldanlageprodukte.

Wer hinter dieser Preismanipulation steckt?

Die üblichen Verdächtigen: Großkonzerne, Hedgefonds und auch die Politik hat ein Interesse daran, den Goldpreis zu manipulieren.

Und auch die Banken mischen kräftig mit. Die Deutsche Bank musste gerade Ende letzten Jahres einen Vergleich in Höhe von 60 Millionen US-Dollar vor dem US-Bundesgericht in Manhattan zahlen.

Auch hier ging es um Preisabsprachen beim Londoner Goldfixing zwischen den Jahren 2004 und 2013.

Der Goldpreis hat in der letzten Woche kräftig zugelegt und steht aktuell bei 1.275 US-Dollar. Ich muss Sie allerdings warnen, denn der Schein trügt!

Im Goldsektor werden bereits seit Jahren MASSIV die Preise manipuliert – die Kurse haben nichts mehr mit der Realität zu tun.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor
Franz-Josef Buskamp

Franz-Josef Buskamp arbeitet seit fast 30 Jahren als Finanzjournalist. Er startete seine Karriere bei renommierten Börsenpublikationen.

Regelmäßig Analysen über Rohstoffe erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Franz-Josef Buskamp. Über 344.000 Leser können nicht irren.