MenüMenü

Ist der sichere Hafen Gold noch sicher?

Warum fallen die Kurse von Gold, das ja als „sicherer Hafen“ gilt, gerade dann, wenn es besonders ungemütlich wird? Die Antwort ist so einfach wie erschreckend: Genau dann, wenn die Krise ihren Höhepunkt erreicht, wird in das Gefüge eingegriffen und der Goldpreis gedrückt So wie es in den vergangenen Wochen angesichts der stark steigenden Inflationsraten geschehen ist.

Paradox: Gold fällt oft zu Krisenhöhepunkten

Der fallende Goldpreis soll signalisieren, dass die Lage unter Kontrolle ist. Die verunsicherten Anleger sollen sich in Sicherheit wähnen und nicht in Panik verfallen, was zwangsläufig passieren würde, wenn immer mehr Anleger sich dem Gold zuwenden und deren Preis steigen würde.

Während Gold also in Krisenhöhepunkten oft fällt, steigt es in der übrigen Zeit, in der die Krise latent vor sich hinschwelt. So verhielt es sich auch in der Zeit zwischen 2001 und 2011, als Gold sich insgesamt im Kurs fast verachtfachte und von 250 auf fast 2.000 US-Dollar je Feinunze stieg.

Das aktuelle Verhalten des Goldpreises wirkt paradox, ist aber real. Deshalb sollten Sie den Kurseinbruch als das bewerten, was er ist: Eine günstige Nachkaufgelegenheit.

Sicher fragen Sie sich, wie lange der Goldpreis wohl gedrückt bleiben kann. Sicher weiß das kein Mensch, auch die Akteure nicht. Im aktuellen Umfeld und der in Relation zur Inflation viel zu geringen Verzinsung ist aber klar, dass der Goldpreis nicht mehr allzu lange unten gehalten werden kann. Vielleicht kommt noch eine Attacke gegen ihn, vielleicht aber auch nicht. Am Ende werden sich die Marktkräfte durchsetzen und den Goldpreis stark anheben.

Minen sind kein Gold!

Die vergangenen zwei Wochen haben Ihnen aber auch gezeigt, dass die Minen weitaus volatiler sind als das Edelmetall selbst. Der Chart zeigt Ihnen dazu den Goldpreis in Gold, den Preis von Silber in Hellblau und den des Minenindex HUI in Dunkelblau über die vergangenen zwei Wochen indexiert auf US-Dollar-Basis.

Gold (goldfarben), Silber (hellblau), HUI (dunkelblau), indexiert, 9. bis 20.8.2021

Gold (goldfarben), Silber (hellblau), HUI (dunkelblau), indexiert, 9. bis 20.8.2021

Gold ist weitaus stabiler als die Minen.

Quelle: Bigcharts

Wie Sie sehen, fielen die Minenkurse deutlich, während der Goldpreis stieg. Trotz der guten langfristigen Perspektive sind Minen spekulativer. Sie können sich auch anders im Kurs entwickeln als Gold, wie Ihnen der Chart zeigt.

Enormes Erholungspotenzial für Anleger bei Gold-Aktien wie Barrick GoldWer Goldminen-Aktien in seinem Depot hält, hat damit sicherlich seit rund einem Jahr nicht ganz so viel Freude wie zum damaligen Zeitpunkt, als der Goldpreis angesichts einer rasanten Rallye im August 2020 auf ein neues Allzeithoch kletterte. Seither ging es mit Gold bergab. Doch genau hier lauern hervorragende Chancen, wonach Anleger auf eine Erholung des Goldpreises setzen können. Denn die meisten Goldminen-Unternehmen liefern alles andere als schlechte Quartalsergebnisse.  › mehr lesen

 

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "Mick Knauff Daily". Hrsg.: Investor Verlag | FID Verlag GmbH. Jederzeit kündbar.

Hinweis zum Datenschutz