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Goldpreis steigt dank US-Arbeitsmarktbericht

Der Goldpreis hatte in der vergangenen Woche zunächst weiter abgegeben und war bis zum Donnerstag auf ein Tief bei 1.304 US-Dollar pro Feinunze gesunken. Das entspricht dem niedrigsten Stand seit dem Brexit-Referendum.

Ausschlaggebend dafür waren ein festerer US-Dollar und positive US-Konjunkturdaten, welche die Zinserhöhungsfantasien der Marktteilnehmer ankurbeln.

Am späten Donnerstag gab der US-Dollar im Zuge enttäuschender US-ISM-Einkaufsmanager-Index-Daten wieder ab und der Goldpreis konnte wieder leicht zulegen.

Am Freitag dann verhalf ein überaus schwacher US-Arbeitsmarktbericht dem Goldpreis zu einem deutlichen Preissprung. So zeigte sich das Jobwachstum im August zwar relativ verhalten mit 151.000 neu geschaffenen Stellen, doch immerhin konnte die Arbeitslosenquote bei unter 5% gehalten werden.

Allerdings ist die Qualität der neu geschaffenen Stellen nicht sonderlich hoch, das bedeutet es handelt sich eher um solche mit niedrigeren Löhnen im Bildungs- und Gesundheitssektor, die also die US-Konjunktur nicht sonderlich ankurbeln.

Die Industrie dagegen hat, wie der schwache ISM-Index schon zeigt, offenbar einen deutlich schwereren Stand als angenommen. Dort gingen im August tatsächlich sogar 14.000 Jobs verloren. Gold handelt aktuell bei 1.324,80 US-Dollar pro Feinunze.

Goldpreis in USD/Unze in der letzten Woche

Quelle: stockcharts.com

Ausblick

Ein derart schwacher US-Arbeitsmarktbericht zeigt zum einen, dass sich die US-Wirtschaft noch lange nicht in dem stabilen Zustand befindet, in dem vollkommene Entwarnung gegeben werden kann.

Und es zeigt auch, dass wohl bei der kommenden FED-Sitzung im September noch längst nicht mit einer Zinserhöhung gerechnet werden sollte. Wenn diese Erwartung sinkt und damit der US-Dollar an Stärke verliert, ist auch der Goldpreis wieder stärker für Zugewinne offen.

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Über den Autor Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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