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Goldpreis sinkt nach US-Arbeitsmarktbericht

Der Goldpreis hatte in der vergangenen Woche zunächst seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und war zwischenzeitlich auf über 1.365 US-Dollar pro Unze gestiegen. Unterstützend wirkten ein schwacher US-Dollar, das Niedrigzinsumfeld und ETF-Zuflüsse.

Auch die Zinssenkung der Bank von England und die Ausweitung der Anleihekäufe als Reaktion auf die Brexit-Entscheidung boten dem Goldpreis Unterstützung.

Preisrückgang um fast 2%

Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs hatten sieben Tage in Folge Zuflüsse verzeichnet – die Bestände waren seit Monatsbeginn um 24 Tonnen aufgestockt worden.

Doch am Freitagnachmittag kam es dann zu einem Rückgang des Goldpreises um fast 2%. Grund dafür war die Veröffentlichung des überaus positiven aktuellen US-Arbeitsmarktberichts.

Dieser zeigt einen beeindruckenden Aufbau von 255.000 neuen Jobs. Daraufhin konnte auch der US-Dollar wieder zulegen, was zusätzlichen Druck auf den Goldpreis bedeutete.

Gold handelt aktuell bei 1.335,40 US-Dollar pro Feinunze.

Goldpreis in USD/Unze in der letzten Woche

2RSD08.08.

Quelle: stockcharts.com

Ausblick

Der Aufbau der neuen Jobs in den USA gelang überwiegend im Segment der höher bezahlten Jobs zwischen 50.000 und 150.00 USD Jahresgehalt.

Dies ist zwar eine gute Nachricht für die Entwicklung der US-Wirtschaft, dürfte aber auch Auswirkungen auf eine steigende Inflation haben.

Dies wiederum begünstigt weiterhin den Goldpreis. Überdies bleiben in Europa Unsicherheiten und Wachstumsgefahren bestehen, was dem Goldpreis ebenfalls Unterstützung bietet.

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Über den Autor Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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