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Goldpreis fällt, Russland kauft

Der Goldpreis hat nach der Wahl von Trump das Gegenteil von dem gemacht, was die meisten Analysten erwartet haben. Nach einem kurzen Aufbäumen auf 1.340 US$ ist Gold seit der Präsidentenwahl am 8. November schnurstracks auf knapp 1.200 US$ gefallen. An genau dieser psychologisch wie charttechnisch wichtigen Marke hängt jetzt der Goldpreis, wie Sie an diesem Chart sehen.

Droht jetzt ein Absturz unter 1.200 US$

Rein charttechnisch befindet sich Gold in einer brisanten Situation. Auch vergangene Woche hat der Goldpreis seine Abwärtsbewegung fortgesetzt. Der Widerstand bei 1.300 US$ (blaue Linie) ist eine weite Ferne gerückt. Wenn der Verkaufsdruck weiter zunimmt, kann die Unterstützung bei 1.200 US$ (rote Linie) tatsächlich fallen. Dann rückt die Unterstützungszone um 1.160 US$ Punkte.

Gold-ETFs melden Abflüsse

Doch nimmt der Verkaufsdruck wirklich weiter zu. Das Bild ist zweigespalten. Zunächst einmal ziehen sich die spekulativen Investoren nach dem Preissturz der Wahl so stark zurück wie schon seit drei Jahren nicht. Die Gold-ETFs melden massive Abflüsse. In den letzten sieben Handelstagen fast 71 Tonnen.

Russische Zentralbank kauft 40 Tonnen Gold

Des einen Freud, des anderen Leid. Die russische Zentralbank hat nach eigenen Angaben allein im Oktober rund 40 Tonnen Gold gekauft. So viel hat Russland seit fast 20 Jahren noch nie innerhalb eines Monats gekauft. Hintergrund ist auch: Der Rubel macht Goldkäufe für Russland günstiger.

Fazit: Wenn es um die Marke von 1.200 US$ weiter Anschlusskäufe von Zentralbanken gibt, könnte die Goldpreis-Korrektur hier stoppen.

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Über den Autor Volkmar Michler

Volkmar Michler, Jahrgang 1964, ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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