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Goldpreis: Diese Woche ist China wieder im Markt

Der Goldpreis ist in der letzten Woche deutlich nach unten eingebrochen und erreichte am Freitag ein Tief bei knapp unter 1.245 US-Dollar pro Unze, bevor ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht den Preisen wieder Unterstützung bot.

Grund für den Preisrückgang um 5% in der letzten Woche ist eine Kombination aus technischen Verkäufen, die nach dem Unterschreiten der 1.300 US-Dollar-Marke noch weiter angekurbelt wurden, in Verbindung mit einem vergleichsweise „dünneren“ Markt in Abwesenheit der Händler aus China, wo letzte Woche feiertagsbedingt die Börsen geschlossen waren.

Ausschlaggebend für den Beginn der sich verselbstständigenden Abverkäufe dürfte ein starker US-Dollar sein, aufgrund steigender Zinserwartungen nachdem zwei FED-Offizielle sich öffentlich für eine Zinserhöhung ausgesprochen hatten. Dann dürfte es zudem zu Computer gesteuerten überzogenen technischen Anschlussverkäufen gekommen sein.

Gold handelt aktuell bei 1.2567,60 US-Dollar pro Feinunze.

Goldpreis in USD/Unze in der letzten Woche

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Quelle: stockcharts.com

Ausblick

Fundamental betrachtet spricht derzeit nichts für einen tieferen Goldpreis. Die globalen Unsicherheiten nehmen eher zu als ab, die weltweite Verschuldung steht auf Rekordniveau, die Konjunkturentwicklung ist bedenklich und die Geldpolitik der weltweiten Notenbanken ist und bleibt auf expansivem Kurs im Niedrigzinsumfeld.

Falls die FED im Dezember wirklich die Zinsen anheben sollte (aufgrund der US-Präsidentschaftswahlen vorher sicher nicht), dann höchstens marginal. Überdies dürfte dies auch im Dezember in einem konjunkturell schwachen Umfeld passieren.

Beim letzten Mal, als die FED in einem wirtschaftlich schwachen Umfeld die Zinsen angehoben hatte im Dezember 2015, hatte dies eine echte Goldrallye zur Folge. Dies zum mittelfristigen Ausblick.

Für diese Woche dürfte die Rückkehr der chinesischen Händler an die Märkte dem Goldpreis bereits kurzfristig Unterstützung bieten, da das aktuell günstige Preislevel vor allem preissensitive Käufer anziehen dürfte.

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Über den Autor Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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