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Goldpreis: Anleihen belasten

Edelmetalle: Gold

Der Goldpreis gab in der vergangenen Woche weiter ab und fiel zwischenzeitlich auf ein 10-Monatstief bei 1.160 US-Dollar pro Unze, bevor er sich von diesem Niveau wieder erholen konnte. Belastend wirkten dabei positive US-Konjunkturdaten, welche den US-Dollar unterstützen und einen weiteren deutlichen Anstieg der US-Anleiherenditen zur Folge hatten. Diese sind mittlerweile auf ein 18-Monatshoch bei fast 2,5% gestiegen.

Zudem wirken anhaltende ETF-Abflüsse preisbelastend. Am Donnerstag verzeichneten die von Bloomberg beobachteten Gold-ETFs sogar den höchsten Tagesabfluss seit Juli 2013, der zum Großteil beim weltweit größten Gold-ETF SPDR Gold Trust in den USA stattfand.

Offenbar verkaufen derzeit hauptsächlich institutionelle Investoren ihre Papiergold/ETF-Bestände um Verluste an den Anleihemärkten auszugleichen. Denn während die Anleiherenditen steigen haben die US-Anleihenkurse im November den höchsten Monatsverlust seit 1990 verzeichnet.

Gold handelt aktuell bei 1.177,10 US-Dollar pro Unze.

Goldpreis in USD/Unze in der letzten Woche

Quelle: stockcharts.com

Ausblick

Während offenbar Papiergold verkauft wird um Verluste in den Anleihemärkten auszugleichen, zeigt sich dagegen die physische Goldnachfrage weiterhin überaus stark. So verzeichnete zum Beispiel die US-Münzanstalt im November mit 147.500 Unzen den höchsten Wert an verkauften Goldmünzen seit Juli 2015. Kurzfristig dürfte der Druck auf die Goldpreise also noch erhalten bleiben, aber mittel- bis langfristig wird die ökonomische Realität auch die Papiergoldnachfrage weiter anheizen und damit die Preise stärken.

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Über den Autor Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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