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Goldpreis: 5 Gründe für den Bullenmarkt

Die Marke bei 1.300 US-Dollar pro Unze ist geknackt. Mal wieder! Geht nun weiter die Post ab? Ich sage ja und dafür habe ich gute Gründe.

Für viele Investoren beginnt ein Bullenmarkt bei einer Performance von +20%. Das ist so eine von diesen alten „Börsenregeln“. Und wie das so ist bei alten Börsenregeln: Sie funktionieren immer, weil einfach alle daran glauben, dass sie funktionieren.

Goldpreis +22% seit Beginn des Bullenzyklus

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Quelle: stockcharts.com

Ein Zyklus beinhaltet Auf und Ab, immer wieder. Nichtsdestotrotz besteht ein übergeordneter Bullentrend.

Aber natürlich befindet sich der Goldpreis nicht einfach aus dem Nichts heraus in einem Bullenmarkt. Es ist immer die fundamentale Ausgangslage, die den Weg vorgibt.

Im Falle von Gold gibt es derzeit Nichts das gegen höhere Preise spricht, aber eine Menge guter Gründe die für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends stehen.

5 gute Gründe für einen steigenden Goldpreis

Natürlich gibt es Gründe die langfristig Bestand haben, wie zum Beispiel, dass Gold das bevorzugte Mittel der Wahl bei der Vermögenssicherung ist und das schon seit Jahrtausenden Menschheitsgeschichte. Oder dass Gold die einzige echte Alternative zum Bargeld darstellt.

Aber für den aktuellen Bullenzyklus sind es vor allem 5 Gründe welche den Goldpreis antreiben.

  1. Die Bewertungen in den breiten Aktienmärkten sind alarmierend hoch und es ist sehr fraglich ob die Erwartungen noch erfüllt werden können.
  2. Die globalen Zinssätze sind extrem niedrig und werden es auch bleiben (bis in den negativen Bereich).
  3. Die Schwäche des US-Dollar ist der wichtigste Punkt auf der Agenda von Fed und EZB.
  4. Die geopolitischen Risiken erreichen ein Level des Wahnsinns (von Nordkorea bis in die USA).
  5. Last but not least bleibt die Angebots- und Nachfragesituation im Goldmarkt angespannt, mit viel zu geringen Investitionen im Goldbergbau und einer wachsenden Nachfrage.

Hohe Bewertungen in den Standardaktienmärkten sind alleine noch kein Grund um auf Gold zu schören, doch wenn die Marktteilnehmer trotz des politischen Wahnsinns allerorten immer unvorsichtiger werden, gehen bei mir die Alarmglocken an.

Wer sich ohne Sonnenschutz träge auf die Wiese knallt und einschläft braucht sich über den Sonnenbrand auch nicht zu wundern.

Gleichzeitig scheitert Fed-Chefin Yellen in den USA mit Zinserhöhungsvorhaben an der  Realität, während ein schwacher Dollar derzeit sowohl der Fed als auch der EZB gut gelegen kommt.

Im Goldbergbau sind die Explorationsausgaben noch immer extrem gering, vor allem bei den großen Unternehmen, die sich nach wie vor die Wunden vom Crash in 2011 lecken.

Hingegen steigt die Nachfrage nach Gold als Alternative zu Geld und Anleihen oder einfach um das Geld vor dem Zugriff des Staates zu schützen vielerorts massiv an. Allein in China wurden im 2.Quartal 2017 rund 56% mehr Barren und Münzen nachgefragt als im 2.Quartal 2016.

Wer all diese Gründe zusammenzählt versteht sofort: Gold ist zu Recht in einem Bullenmarkt und der Goldpreis wird weiter steigen.

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Über den Autor
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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