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EZB setzt Goldpreis unter Druck

Der Goldpreis, der zu Beginn der vergangenen Woche noch deutlich gestiegen war und an der Marke bei 1.350 US-Dollar gekratzt hatte, musste zum Ende der letzten Woche wieder abgeben, handelt im Wochenvergleich aber etwas fester.

Entlang eines schwächeren US-Dollar und enttäuschender US-Konjunkturdaten (Der US-Dienstleistungsindex ist unerwartet auf 51,4 Punkte gefallen. Das entspricht dem niedrigsten Stand seit März 2010.) konnte der Goldpreis bis zur Wochenmitte noch deutlich ansteigen. Auch die Gold-ETFs erhielten deutliche Zuflüsse.

Am Donnerstag setzte dann die EZB den Goldpreis wieder deutlich unter Druck, denn diese hatte entgegen der Erwartung vieler Marktteilnehmer die Geldpolitik nicht weiter gelockert. Laut EZB-Präsident Draghi habe der EZB-Rat anscheinend nicht einmal über die Verlängerung des Anleihenkaufprogramms gesprochen.

Anscheinend erachten nun viele Marktteilnehmer dies als Zeichen dafür, dass auch die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinsanhebung in den USA noch in diesem Jahr gestiegen ist. Zumindest preisen die FED Fund Futures die Wahrscheinlichkeit nun statt bei 50% wie vor der EZB-Pressenkonferenz bei 60% ein.

Gold handelt aktuell bei 1.327,80 US-Dollar pro Feinunze.

Goldpreis in USD/Unze in der letzten Woche

2RSD12.09.

Quelle: stockcharts.com

Ausblick

Auch wenn die EZB sich ein bisschen strenger geben mag, ändert das nichts an der Tatsache, dass wir es weltweit bereits mit extrem lockerer Geldpolitik seitens der Zentralbanken zu tun haben.

Null- bis Niedrigzinsen und Wertpapieraufkäufe sind allerorten auf der Tagesordnung und werden es auch noch für eine lange Zeit bleiben. Alternative für den Vermögenserhalt wie Gold bleiben deshalb auch weiterhin gefragt.

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Über den Autor Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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