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Die “vergessene Depression 1920/21” – Börsengewinner lernen aus der Geschichte!

Der Goldpreis befindet sich im Juni weiter im Konsolidierungsmodus. Eine gute Gelegenheit für uns, einen Blick in die Wirtschaftsgeschichte zu werfen – und daraus die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen…

Wir schreiben das Jahr 1921. Die USA sind etwas weniger als 3 Jahre von dem Sieg an der Westfront des 1. Weltkrieges entfernt. Es ist der Beginn des Jahrzehnts, das als „Wilde Zwanziger“ bekannt wird.

Jazz erobert in den USA die Bars und Nachtclubs. Aber die neue Supermacht steckt in einer tiefen Depression. Es ist die „vergessene Depression“.

„Aber die große Depression begann 1929,“ werden einige Historiker unter Ihnen ausrufen. Stimmt. Sie begann am 24. Oktober 1929. Dieses Ereignis kennt jeder. Aber die Depression von 1920/21 und deren Auflösung sind vielen Anlegern nicht bekannt.

Denn bei diesem Ereignis machten die Politiker und Banker alles richtig – und verhinderten eine schreckliche Kettenreaktion, wie sie dann rund 8 Jahre später eintrat.

So brach die Industrieproduktion in den USA zwischen 1920 bis 1921 um – 31 % ein. Die Börse stürzte um – 46 % ab. Denn die Unternehmensgewinne kollabierten um – 92 %.

Das sind Statistiken wie man sie von der „Großen Depression“ kennt. Was passierte damals, dass diese Depression nur 1 Jahr später vorbei war und inzwischen eine Fußnote in der Wirtschaftsgeschichte der USA ist?

Die Antwort: Politiker überließen die Wirtschaft und die Aktienmärkte den eigenen Marktdynamiken – und dies führte zur schnellen Heilung.

1920/21 zeigen, dass unsere Politiker heute alles falsch machen!

Die Jahre 1920/21 waren eine dunkle Zeit in den USA: Die US-Wirtschaft rutschte ohne Netz und Doppelten Boden in eine schlimme Rezession. Die Auslagen in Geschäften waren leergefegt. Die Arbeitslosigkeit stieg auf 19 %.

Aber dann war es plötzlich vorbei und bei 1922 begann die US-Wirtschaft wieder Tritt zu fassen.

Der Schmerz der Depression von 1920/21 war heftig – aber er war kurz und danach war es vorbei. Denn die Politiker und Banker taten genau das Richtige: Sie setzen auf die Selbstheilungskräfte der Märkte. Die erst 8 Jahre zuvor gegründete Notenbank FED griff nicht in die Aktienmärkte ein.

In der Geschäftswelt lies die Regierung den normalen Wirtschaftszyklus ausspielen – auch wenn es heftige kurzfristige Leiden bedeutete. Der damalige US-Präsident Gemaliel Harding (2.11.1865-2.8.1923) unternahm Schritte, die aus heutiger Sicht undenkbar sind:

Anstatt die Steuern für die Reichen zu erhöhen, führte er umfassende Steuersekungen durch. Anstatt die Wirtschaft künstlich mit Geld zu fluten, halbierte er die Staatsausgaben.

Statt höheren Schulden reduzierte er diese um ein Drittel. Derartige drastische Schritte wären heute undenkbar – und genau deshalb rasen wir wie ein ICE-Zug ohne Bremse auf den Abgrund zu.

Denn die Aktionen von Harding funktionierten. Im Sommer 1922 lag die Arbeitslosigkeit nur noch bei niedrigen 2,4 %. Es folgte eine Periode rasanten Wachstums, die den 1920ern ihr Image der glamorösen und glücklichen “Wilden Zwanziger” gab.

Doch leider haben die heutigen Politiker in ihrer grenzenlosen Gier nach Machterhalt nicht daraus gelernt.

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Über den Autor
Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

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