MenüMenü

Arbeitsmarkt gut, Goldpreis schlecht

Was macht der Goldpreis? Eine charttechnische Antwort hatte ich Ihnen schon letzte Woche gegeben: Da hatte der Goldpreis nämlich die wichtige Unterstützung bei 1.250 US$ nach unten durchbrochen.

Die zweite schlechte Nachricht der letzten Woche: Auch die psychologisch wichtige 200-Tages-Linie wurde verletzt.

Chart 10.7.17 (002)

Unterstützung bei 1.200 US$ hat gehalten

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Der Goldpreis hat knapp vor wichtigen Unterstützung bei 1.200 US$ halt gemacht, wie Sie am Chart an der roten Linie sehen. Im Tief lag der Goldpreis letzte Woche bei 1.206 US$. Jetzt hat er sich wieder leicht auf 1.211 US$ erholt.

Doch eine Entwarnung ist das noch nicht. Denn in der Zwischenzeit entwickelt sich die ehemalige Unterstützung bei 1.250 US$ immer mehr zu einem massiven Widerstand. Gegenwind bekommt der Goldpreis derzeit vom amerikanischen Arbeitsmarkt.

US-Arbeitsmarkt besser als erwartet

Denn die US-Wirtschaft lief im Juni besser als erwartet. Im letzten Monat wurden über 222.000 neue Jobs geschaffen, was deutlich über den Erwartungen der Analysten lag.

Zunächst war sogar befürchtet worden, dass die US-Wirtschaft in eine Schwächephase rutscht. Das zeigen die neuen US-Arbeitsmarktdaten aber nicht.

Fed wird Geldzügel wieder anziehen

Und damit wird sich auch die amerikanische Notenbank bestätigt sehen, die schon die ersten Schritte eingeleitet hat, um die Geldzügel wieder anzuziehen. Das führt tendenziell zu höheren US-Dollar und macht die Goldkäufe in Nicht-US-Dollar-Währungen teurer.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Volkmar Michler

Volkmar Michler, Jahrgang 1964, ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

Regelmäßig Analysen über Rohstoffe erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Volkmar Michler. Über 344.000 Leser können nicht irren.