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6 Gründe für einen Goldpreisanstieg

Der Konflikt mit Syrien hat den Goldpreis erneut deutlich nach oben getrieben. Allein die Ankündigung von Donald Trump Syrien zu bombardieren, hat für einen Anstieg von rund zwei Prozent geführt. Erneut wurde der obere Widerstand bei rund 1.365 Dollar getestet.

Doch das könnte erst der Anfang sein. Derzeit sprechen viele Gründe für einen weiteren Anstieg und einen Ausbruch aus der rund dreimonatigen Seitwärtsbewegung. Anleger könnten das aktuelle Kursniveau zum Einstieg nutzen. Denn Gold gehört weiterhin zu einem zentralen Pfeiler einer vernünftigen und soliden Vermögensschutzstrategie.

In der Nacht zu Samstag haben die USA, Frankreich und Großbritannien Ziele in Syrien bombardiert. Es war ein Angriff mit Ansage. Tage zuvor hatte US-Präsident Trump angekündigt, mit Vergeltung auf den Giftgasangriff der syrischen Regierung zu reagieren. Als Reaktion schoss der Goldpreis am Mittwoch um rund 25 Dollar nach oben. In der Spitze kostete die Feinunze rund 1.365 Dollar. Damit wurde die obere Begrenzung der Seitwärtsbewegung erneut getestet.

Aber nicht nur die zunehmenden Kriegsbedrohungen und das politische Säbelrasseln deuten darauf hin, dass für Anleger die lange Durststrecke schon bald vorbei sein könnte. Hier die 6 wichtigsten Gründe, die für Gold sprechen.

1. Großanleger bringen sich in Stellung

Spekulative Investoren wie beispielsweise Hedgefonds haben ihre Longpositionen seit Jahresanfang auf das höchste Niveau seit September 2017 angehoben. Sie rechnen offenbar mit einem baldigen Anstieg des Goldpreises.

2. Sicherer Hafen gewinnt an Bedeutung

Nicht nur die geopolitischen Risiken, sondern auch die Unsicherheit an den Aktienmärkten treibt Anleger zunehmend in den sicheren Hafen Gold. Nach rund neun Jahren mit steigenden Kursen droht den Börsen eine scharfe Korrektur. Das Bedürfnis nach Sicherheit dürfte tendenziell zunehmen.

3. Niedrige Realzinsen

Entscheidend ist nicht der Nominalzins, sondern der Realzins. Also der aktuelle Zinssatz minus Inflation. Da die Zinsen aufgrund der weltweiten Verschuldung nicht deutlich steigen können und die Inflation tendenziell zunehmen wird, bleibt der Realzins bis auf Weiteres im Keller oder sogar negativ.

4. Charttechnik signalisiert Ausbruch

Seit Jahresanfang ist der Goldpreis in einer Seitwärtsbewegung zwischen 1.300 und 1.365 Dollar gefangen. Die obere Begrenzung wurde viermal getestet. Seit Mitte März werden die Rücksetzer allerdings immer geringer. Das deutet auf einen baldigen Ausbruch aus der oberen Range hin.

5. Abflüsse bei ETF’s gestoppt

Nachdem sich Großanleger in den letzten Jahren größtenteils aus ETF’s verabschiedet haben, ist der Mittelabfluss in den vergangenen Wochen fast nahezu gestoppt worden. Ein Zeichen, dass die Situation von institutionellen Anlegern wieder positiver gesehen wird.

6. Zentralbanken möglicherweise auf Käuferseite

In den vergangenen vier Jahren haben die Zentralbanken ihre Käufe heruntergefahren. Die Netto-Käufe fielen auf das niedrigste Niveau seit sieben Jahren. Zu den größten Käufern gehörten Russland, China und die Türkei. Schon in diesem Jahr könnten die Notenbanken anfangen, ihre Bestände wieder hochzufahren.

Ende der Durststrecke in Sicht

Derzeit gibt es eine Reihe von guten Gründen, die für einen Anstieg und einen Ausbruch des Goldpreises sprechen. Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit scheint das Risiko begrenzt zu sein. Anleger sollten sich in Stellung bringen.

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Über den Autor
Thomas Schwarzer

Thomas Schwarzer ist ein Wirtschafts- und Börsenexperte mit ausgeprägter Erfahrung im Wirtschafts- und Börsenjournalismus.

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