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So finden Sie die derzeit profitabelsten Goldproduzenten

Auch wenn Gold aktuell wieder komfortabel über 1.200 US$ je Feinunze notiert, sitzt der Schreck vielen Goldproduzenten noch in den Gliedern.

Und selbst zum aktuellen Marktpreis kämpfen einige Produzenten noch mit der Profitabilität.

Dabei müssen nicht alle Produzenten mit den gleichen Herausforderungen kämpfen. Eine Reihe von Unternehmen besitzen derzeit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Für Sie als Anleger ist dies so, als wenn Sie beim Pokern immer mit zwei zusätzlichen Assen am Tisch sitzen würden. Allerdings ganz legal? Wie ist das möglich und wie finde ich solche Unternehmen?

Profitable Produzenten: Einige wenige können teurer verkaufen als andere Produzenten

Sie werden mir sicherlich zustimmen, dass die Produzenten mit den größeren Gewinnen in der Regel auch die beste Aktienperformance hinlegen. Also lohnt es sich, nach den Unternehmen mit den größten Gewinnspannen zu suchen.

Goldproduzenten können theoretisch an zwei Seiten ihre Einnahmen steigern. Am geläufigsten über niedrige Produktionskosten. Darum sind die Produktionskosten auch der bekannteste Indikator um die Profitabilität eines Produzenten mit einem Blick zu erfassen.

Theoretisch ist auch ein „teurerer“ Verkauf möglich. Da Gold aber zu einem allgemein gültigen Marktpreis gehandelt wird, ist dies nur schwer möglich. Es gibt aber einen Kreis von Unternehmen, die trotzdem in den Genuss eines ähnlichen Effekts kommen. Diese Unternehmen kommen derzeit aus: Australien, Kanada, Russland und Südafrika.

Rohstoff-Länder dank vorteilhaften Wechselkursen klar im Vorteil

Dass ausgerechnet Produzenten aus Australien, Kanada, Russland oder Südafrika im Vorteil sind, ist kein Zufall. Alle genannten Länder gelten als so genannte Rohstoff-Länder. Das bedeutet: Mit fallenden Rohstoffpreisen werten auch die Währungen dieser Länder ab.

Dies führt dazu, dass Produzenten in diesen Ländern bei einem gleichbleibenden Goldpreis in US$ mehr in ihrer einheimischen Währung bekommen. Gleichzeitig bleiben die Produktionskosten aber identisch, da der überwiegende Teil, wie Energie, Gehälter usw. in einheimischer Währung gezahlt werden.

Es ist also kein Zufall, dass Gold in den Währungen der Rohstoff-Länder nahe den historischen Hochs notiert:

Gold

Quelle: Dundee Economics

Gleichzeitig profitieren derzeit alle Produzenten noch zusätzlich von niedrigen Ölpreisen. Höhere Einnahmen aufgrund von Wechselkurseffekten, gleiche Gehälter und niedrigere Energiekosten – diese Goldproduzenten sind klar im Vorteil!

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Über den Autor André Doerk

André Doerk ist Chefanalyst des Rohstoff Investors und des Global Highflyer Investors. Der Berliner Finanz- und Börsenspezialist reist regelmäßig zwischen den verschiedenen Finanzzentren der Welt.

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