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Koreakrise eskaliert, Börsen runter, verschärfte Goldrally

Die Börsen werden die neue Woche (und den schwächsten Börsenmonat des Jahres) mit tiefroten Vorzeichen beginnen. Das Regime in Nordkorea hat am Sontag eine Wasserstoffbombe gezündet und will diese mit Interkontinentalraketen bis nach Amerika feuern können.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es soweit ist.

Atomkrieg oder Handelskrieg?

Die USA haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder einen präventiven Angriffskrieg zu führen oder auf weiter verschärfte Sanktionen zu setzen. Das letztgenannte Mittel hat bisher nie wirklich funktioniert, die Kriegsoption bietet unkalkulierbare Risiken mit möglicherweise Millionen Toten.

Wobei hier die Risiken vor allem in Asien liegen. Denn das US-Festland dürfte zum aktuellen Zeitpunkt kaum von mit Gefechtsköpfen bestückten nordkoreanischen Raketen erreichbar sein.

Und falls doch, bieten landgestützte Abwehrraketen vom Typ „Patriot“, mit der Gefechtsköpfe in der Endphase des Fluges zerstört werden können, eine gewisse Sicherheit.

Der US-Rüstungskonzern Raytheon ist mittlerweile sogar in der Lage, Interkontinentalraketen außerhalb der Erdatmosphäre abzuschießen.

Allein China könnte Nordkorea wirklich über Sanktionen in die Knie zwingen, da 90% des Außenhandels des stalinistischen Staates über China laufen.

USA erwägen Handelsembargo

Offenbar zielt die Strategie der USA deshalb jetzt stärker auf China. US-Präsident Trump erwäge „zusätzlich zu anderen Optionen“ einen totalen Handelsstopp mit allen Ländern, die Geschäfte mit Nordkorea betreiben.

Damit ist ausdrücklich auch China gemeint, welches aber wiederum einer der wichtigsten Handelspartner der USA ist. Man darf gespannt sein, wie die USA dieses Dilemma lösen wollen. Ein Handelsembargo ist jedoch immer noch besser als ein Atomkrieg.

Die Börsen liegen zu Wochenbeginn alle im Minus. Die US-Börsen zeigen vorbörsliche Abschläge von einem halben Prozent, der DAX (volatiler) und der Nikkei (näher dran am Geschehen) liegen rund 1 Prozent im Minus. Zuletzt wurden koreabezogene Panikreaktionen wie heute immer wieder gekauft.

Es bleibt abzuwarten, ob dies heute wieder der Fall sein wird.

Davon wird abhängen, ob die seit Ende Juli an der US-Leitbörse laufende Börsenkorrektur wirklich beendet ist oder ob diese nun in die Verlängerung geht. Im Fall der US-Börsen fällt die Entscheidung allerdings erst morgen, denn heute bleiben diese feiertagsbedingt geschlossen.

Im Laufe der Woche ist zudem wieder mit einem höheren Handelsvolumen zu rechnen, da die Ferien in den USA zu Ende gehen. Die Kursbewegungen werden damit wieder aussagekräftiger als zuletzt.

Gold ist der große Gewinner der Krise

Großer Profiteur der Spannungen sind die Edelmetalle, die heute je rund 1 Prozent zulegen können. Gold und Silber sind bereits in der vergangenen Woche aus größeren Konsolidierungen (Untertassenformation) nach oben ausgebrochen und befinden sich damit wieder im Bullenmarkt.

Goldpreis Tageschart: Boden fertig, Rally läuft

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Beim Goldpreis liegen die nächsten Ziele bei 1350 und 1375 Dollar.

Doch die Rally beginnt erst. Da dürfte noch viel mehr zu holen sein. Möglicherwiese über viele Jahre hinweg.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

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Über den Autor
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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