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Gold-Krisenschutz können Sie nur VOR der Krise aufbauen!

Gestern las ich einen Artikel, dessen Überschrift interessant klang. Formuliert war sie als Frage: „Die Abwesenheit von Gold als Zeichen des Reichtums?“, die im Artikel selbst sofort verneint werden musste.

Zwar zeigen die Beispiele Schweden und Dänemark, dass sehr reiche Länder kaum Gold besitzen. Gleich danach folgten mit der Schweiz und Niederlande aber zwei nicht minder reiche Länder mit sehr großen Goldreserven.

Ich möchte einen anderen Aspekt in die Diskussion einbringen. Vielleicht ist fehlendes Gold kein Zeichen von Reichtum, sondern im Gegenteil ein Zeichen großer Schulden.

Es ist richtig, dass die Wirtschaft in Dänemark und Schweden in den letzten 20 Jahren brummte. Doch wer sich ein wenig tiefer mit dem Boom befasst, muss feststellen, dass es ein auf Schulden erbauter Boom ist.

Nicht der Staat war es, der sich in diesen Ländern verschuldete, sondern die privaten Haushalte.

In beiden Ländern ist es scheinbar schon zur Normalität geworden, sich als junger Mensch stark zu verschulden und die Schulden dank ultraniedriger Zinsen nie abzutragen. Logisch, dass dabei die Wirtschaft boomt.

Doch es ist ein gefährliches Spiel. Steigen die Zinsen, platzt die Blase.

Hohe Schulden = wenig Gold?

Schauen wir auf die nackten Zahlen, fällt die hohe Verschuldung der Haushalte sofort auf. In Dänemark beträgt die Schuldenlast der Haushalte mit 257% des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

In Schweden 270%, in den USA 198%, in Deutschland 150%, in China 43% und in Russland nur 20%.

Und die Goldreserven? In Dänemark 0,38 Unzen pro Einwohner, in Schweden 0,41, in den USA 0,81, in Deutschland 1,32, in China 0,04 und in Russland 0,36.

Ein echter Zusammenhang ist da also auch nicht zu sehen.

Dabei gilt es allerdings zu berücksichtigen, dass die Goldreserven von Skandinavien, Deutschland und den USA seit Jahrzehnten unverändert sind oder sogar sinken, während China und Russland eifrig dazu kaufen.

Ohne die aus Zeiten der Golddeckung stammenden Reserven sähe es in der westlichen Welt mau aus mit Goldreserven – denn an Zukäufe denkt hier niemand.

Im Gegenteil – die Parlamente versuchen eher, ein Maximum an Ertrag aus den Notenbanken zu pressen, während man in den Schwellenländern eher dazu neigt, in guten Zeiten für schlechte Zeiten vorzusorgen.

Die Schwellenländer bauen in guten Zeiten für schlechte Zeiten vor – die westlichen Länder tun das nicht!

Bedenken Sie, dass Russland erst vor 19 Jahren pleite war. Die Goldreserven betrugen weniger als 200 Tonnen und das Land konnte seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

In 19 Jahren baute Russland praktisch von 0 einen enormen Bestand auf und kauft auch heute noch zu – Sanktionen hin oder her.

In dieser Hinsicht sind mir die Russen und Chinesen deutlich näher als die Dänen, Schweden oder deutschen Landsleute. Sich in guten Zeiten bis über beide Ohren zu verschulden und dann zu hoffen, dass der große Knall ausbleibt, ist wenig zielführend.

Deutlich erfolgversprechender klingt in meinen Ohren, gerade jetzt für schlechte Zeiten ein Sicherheitspolster aufzubauen. Seien es nun Goldmünzen oder –barren oder Gold-Aktien.

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Über den Autor
Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

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