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Gold-Abbaumethode aus Russland maximiert die Gewinne!

Eine Goldminen-Gesellschaft hat nicht viele Stellhebel, um die Unternehmensgewinne zu steigern. Im Wesentlichen ist so ein Unternehmen auf steigende Goldpreise angewiesen.

Dann kann der Unternehmensgewinn aber explodieren. Die dahinter stehende Gewinn-Mechanik ist simpel.

Bei einem Goldpreis von 1.000 US-Dollar pro Unze und Produktionskosten von 900 US-Dollar macht das Unternehmen mit jeder Unze 100 US-Dollar Gewinn. Steigt der Goldpreis um 10%, dann verdient das Unternehmen schon 200 US-Dollar pro Unze.

Aus 10% Anstieg beim Goldpreis wurden also 100% mehr Gewinn im Unternehmen.

Durch Optimierungen können die Unternehmen natürlich auch noch die Extraktionsgrade steigern.

Also den Anteil Gold, der aus dem Gestein gelöst werden kann. Allerdings sind dem natürlich technische Grenzen gesetzt, an die selbst relativ unerfahrene junge Unternehmen schon nach kurzer Zeit stoßen.

Russische Forscher minimieren die Verarbeitungszeiten um den Faktor 6-7

Deutlich größere Gewinnsprünge wären möglich, wenn die Extraktion selbst günstiger werden würde. Daran haben Wissenschaftler in Russland zusammen mit einem chinesischen Minen-Unternehmen geforscht und nun erstaunliche Ergebnisse verkündet.

So hätten es die Forscher in Versuchen geschafft, die für die Goldgewinnung mittels Cyanid-Laugung nötigen Zeiten entscheidend zu reduzieren.

100 bis 120 Stunden bräuchte der Prozess heute – der neu entwickelte Prozess wäre hingegen schon nach 14 bis 18 Stunden abgeschlossen.

In gleicher Zeit könnte ein Unternehmen also 6 bis 7x mehr Erz verarbeiten oder die für die Goldgewinnung nötigen Flächen um den Faktor 6 bis 7 reduzieren.

Die Forscher sprechen davon, dass die Kosten um 30% bis 40% sinken könnten. Statt 800 US-Dollar pro Unze lägen die Produktionskosten dann nur noch bei 480 bis 560 US-Dollar.

Beim aktuellen Goldpreis würde der Gewinn also mal eben um bis zu 67% steigen!

Dafür setzten die russischen Forscher Ammoniumcyanid ein, während derzeit von der Industrie mit Natrium- und Kaliumcyanid gearbeitet wird. Ein weiterer Vorteil des Ammoniumcyanids wäre eine Reduktion der Verunreinigungen.

Gold kommt häufig in Verbindung mit Kupfer vor. Bei der klassischen Extraktion wird auch viel Kupfer mit gelöst, das dann erst in weiteren teuren Prozessen abgeschieden werden muss.

Bei der Ammoniumcyanid-Laugung wäre der Reinheitsgrad des gewonnenen Goldes höher und die Weiterverarbeitung damit günstiger.

Der Extraktionsgrad beträgt weiterhin 85% bis 90% des im Erz enthaltenen Goldes – also bleibt trotz der drastisch reduzierten Verarbeitungszeiten auf Höhe des Industriestandards.

Welches Unternehmen setzt als erstes auf den Gewinn-Booster?

Das gleiche Verfahren kann übrigens auch angewandt werden, um Gold aus Elektronikschrott zu extrahieren.

Es wird spannend sein zu sehen, welche Unternehmen neben der an den Forschungen beteiligten Chinese Zijin Mining Group das neue Verfahren als erstes in die Produktion einführen werden.

Diese Unternehmen würden gegenüber der Konkurrenz einen signifikanten Kosten- und damit Wettbewerbsvorteil haben und deutlich mehr Nutzen für die Aktionäre stiften.

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Über den Autor
Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

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