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Die nächste industrielle Revolution: Gold-Nanoröhrchen

Haben Sie sich schon einmal mit Elektroschrott befasst? Nein? Ich schon! Es ist faszinierend zu sehen, wie Schrottankäufer die verschiedenen Elektrogeräte klassifizieren.

Wenn Sie mit den richtigen Geräten kommen, können Sie mit dem Schrott noch richtig viel Geld verdienen. Besonders wertvoll sind alte PC-Prozessoren und Speicher-Riegel. Denn vor 20, 30 Jahren wurde bei deren Produktion noch mit Gold geprotzt.

Hunderte vergoldete Kontakt-Beinchen für die Verbindung zu den Leiterplatten, dicke Gold-Drähte für die Verbindung des Halbleiter-Chips und des Keramik-Substrats – all das wird beim Recycling wiedergewonnen.

Moderne Computer-Hardware hat hingegen vergleichsweise geringe Ankauf-Preise. Im Laufe der Zeit wurden die Strukturen immer feiner und mit ihnen die Gold-Drähte, mit denen die Halbleiter angebunden wurden.

Die goldenen Kontakt-Beinchen verschwanden gänzlich. Immer öfter werden die Prozessoren gleich auf die Leiterplatte gelötet oder mit kleineren, vergoldeten Kontakt-Plättchen auf die Leiterplatte gepresst.

Und so ist der Bedarf der Elektronik-Industrie nach Gold immer weiter gesunken. Zwischen 2010 und 2016 sank der Bedarf um 21%.

Forscher setzen Gold in verschiedensten Gebieten ein, um phänomenale Ergebnisse zu erzielen

Doch der Trend könnte sich umkehren. Nicht etwa, weil die Computer-Industrie wieder anfängt, die Strukturen zu vergrößern und mehr Fläche zu vergolden.

Sondern weil Forscher intensiv daran arbeiten, Gold zur Beschichtung von Nano-Röhrchen einzusetzen.

Solche Kohlenstoff-Nanoröhrchen sollen deutlich besser für in den Chips genutzte Transistoren geeignet sein als das heute gebräuchliche Silizium.

Sie verbrauchen weniger Strom, können schneller schalten, dünner ausgeführt werden und vor allem sind sie flexibler.

Außerdem könnten sie genutzt werden, um zur Kommunikation innerhalb der Chips Licht- statt Strom-Impulse einzusetzen, womit deutlich größere Datenmengen verarbeitet werden könnten.

Nun stellen Forscher auch Nanoröhrchen aus Gold oder mit Gold-Beschichtung her und erzielen dabei erstaunliche Ergebnisse. Solche Gold-Nanoröhrchen können in der Krebsbehandlung helfen und die Lebensdauer von Batterien immens steigern.

Goldbeschichtungen auf Nanoröhrchen verlängern auch die Lebensdauer dieser Röhrchen selbst.

Schon bald dürfte die Industrie wieder mehr Gold verbrauchen!

Die Serienreife der Nanoröhrchen – ob mit oder ohne Gold – dürfte noch ein paar Jahre auf sich warten lassen. Doch die Forschungs-Pipeline ist prall gefüllt und die Labor-Ergebnisse umwerfend.

Ich bin mir sicher, schon in Kürze wird sich der Bedarfs-Trend der Industrie beim Thema Gold komplett umkehren. Zwar werden pro Produkt mit Gold-Nanoröhrchen nur kleinste Mengen benötigt.

Doch die schiere Zahl potentiell damit ausstattbarer Produkte sorgt für eine steigende Nachfrage nach dem Rohstoff.

Gut dran wird sein, wer dann ein paar Aktien-Gesellschaften im Depot hat, die auf Gold-Vorräten sitzen. Jetzt ist noch eine günstige Gelegenheit für Sie, Ihr Aktien-Portfolio mit ausgewählten Goldminen zu starten.

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Über den Autor
Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

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Herausgeber: Investor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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