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Gold und Silber: Lassen Sie sich nicht irre machen!

Wenn ich durch die Überschriften deutscher Medien beim Thema Gold und Silber gehe, kommen mir die Tränen.

„Silber – Der völlige Ausverkauf. Wie weit noch?“, „Gold: Auf einmal schnell nach unten“, „Gold: Alles zittert vor der Fed“, „Gold – Droht tatsächlich der Absturz“, „Breitangelegte Korrektur bei Gold“, „Silber – Wann lässt der Verkaufsdruck nach?“, „Silber: Bullen kapitulieren!“

Sind Sie schon in schlechter Stimmung? Ganz ehrlich: Wüsste ich es nicht besser, hätte ich jetzt angesichts meines Edelmetalls ein flaues Gefühl im Magen. Die Verluste müssen gigantisch sein.

Zum Glück weiß ich es besser und kann daher ganz gelassen sein.

Der Goldpreis fiel um 60 US-Dollar. Das ist Nichts! Allein zwischen Mitte November und Mitte Dezember 2016 ging es um 240 US-Dollar abwärts. Danach ging es in 8 Wochen aber auch wieder 140 US-Dollar hoch.

Zusammen mit der 60 US-Dollar Korrektur in der vergangenen Woche könnte ich also auch titeln: „Gold: Wann endet der Aufwärts-Sog?“ – aber das wäre wohl nicht so eine publikumswirksame Überschrift wie „Der völlige Ausverkauf!“…

So funktioniert der Edelmetall-Markt: Starke Preisbewegungen sind normal

Beim Silber sieht es natürlich genauso aus. Kein Grund zur Panik, wir haben es hier mit völlig normalen Kursbewegungen zu tun.

Die sind oft größer als bei Aktien oder gar Anleihen. Doch wer einmal verstanden hat, wie der Edelmetallmarkt funktioniert, kommt mit diesen Preisbewegungen sehr gut klar.

Der Hauptgrund für die Heftigkeit der Preisbewegungen beim Gold und Silber ist der enge Markt.

Obwohl die Edelmetalle weltweit bekannt und in aller Munde sind, spielen sie global gesehen als Geldanlage kaum eine Rolle. Die 4.200 jährlich verkauften Tonnen Gold haben nur einen Wert von 162 Milliarden US-Dollar.

Silber bringt es sogar nur auf 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Das klingt nach viel, ist es aber nicht.

Zum Vergleich: Allein in den USA werden pro Monat neue Anleihen im Volumen von 600 Milliarden US-Dollar gezeichnet. In einem einzigen Land fließen in einem Monat also 3,3x größere Summen in festverzinsliche Wertpapiere als in Gold und Silber im Jahr.

Würde ich mich auf das von Anlegern nachgefragte Gold und Silber beschränken, sähe das Verhältnis noch extremer aus.

Kurz gesagt: Die Edelmetalle spielen keine Rolle. Wenn nur ein global betrachtet kleiner Investor global betrachtet kleine Summen in die Edelmetalle steckt oder daraus abzieht, sehen Sie gleich etliche Prozent Kursveränderung.

Gewöhnen Sie sich an die Preisbewegungen – dann steht Ihnen die Königsklasse des Edelmetall-Investments offen!

Ich kann Ihnen daher nur raten, die Börsenkurse und auch die Börsenberichterstattung in Sachen Edelmetalle zu ignorieren.

Eine Unze Gold in Ihrem Safe bleibt eine Unze Gold, auch wenn der Kurs heute um 30 US-Dollar fällt und übermorgen um 40 US-Dollar steigt.

Und wenn Sie sich in Sachen Preisbewegungen abgehärtet haben, wartet noch die Königsklasse der Edelmetall-Investments auf Sie: Aktien von Minengesellschaften.

Die Preisbewegungen gleichen oft denen von Gold und Silber. Wird aber eine neue ergiebige Erzader gefunden, kann es mit dem Kurs auch ganz schnell einmal um 100% und mehr nach oben gehen – egal, wie sich der Gold- oder Silberpreis in dem Moment gerade entwickelt.

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Über den Autor
Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

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