MenüMenü

Edelmetalle: Aufpassen, aufstellen und überproportional profitieren

Die erste “Trump-Woche“ liegt hinter uns. Sie hat für einige Turbulenzen und Spekulationen gesorgt, allerdings blieb der befürchtete Kursrutsch an den internationalen Aktienmärkten aus. Im Gegenteil: Der Weltleitindex, der Dow Jones, erklomm sogar ein neues Allzeithoch.

Hierfür waren aber nicht die bisherigen Trendwerte verantwortlich, sondern hauptsächlich die Verlierer der letzten Monate, nämlich Bankaktien und Pharmatitel.

Weniger rund lief es in den letzten Tagen für den Edelmetall-Sektor, auf welchen Sie jetzt unbedingt ein Auge haben sollten, falls Sie hier investiert sind. Gold und Silber stehen unter Druck – und damit natürlich auch die Minenaktien.

Zu Jahresbeginn waren hier die großen Schwergewichte der Branche regelrecht durch die Decke gegangen. Anleger wähnten sich in Sicherheit, schien die Trendwende bei den Edelmetallpreisen doch so gut wie ausgemacht.

Trump-Effekt schickt Edelmetallpreise auf Talfahrt

Doch die Investoren machten die Rechnung ohne die Amerikaner, die nicht Demokratin Hillary Clinton ins oberste Amt der USA wählten, sondern ihren Konkurrenten Donald Trump. Unter einer Präsidentin Clinton hätte sich vermutlich wenig an der Notenbankpolitik geändert.

Dauerhaft niedrige Zinsen mit einer nur leicht steigenden Grundtendenz wären ideale Rahmenbedingungen für weiter anziehende Gold- und Silberpreise gewesen.

Auch Trump galt im Vorfeld der Wahl als der Treibstoff für den Edelmetall-Sektor schlechthin. Galt er doch über Wochen und Monate hinweg in den Medien als unberechenbar, risikobehaftet – eben als reinstes Desaster für die Wirtschaft in Amerika und außerhalb. Ein Unsicherheitsfaktor, der die Anleger in den “sicheren Hafen“ Gold treiben dürfte, so lautete die Einschätzung der Finanzexperten.

Nun wird Donald Trump am 20. Januar 2017 sein neues Domizil im Weißen Haus beziehen – müssten folglich jetzt nicht alle Gold- und Silbertitel durch die Decke rauschen?

Goldpreis nähert sich Unterstützungsbereich bei 1.200 Dollar

Und auch hier kommt es wieder einmal anders als gedacht. Plötzlich gehen Analysten davon aus, dass Trump die Wirtschaft massiv ankurbeln, die Preise und dadurch auch die Zinsen deutlich in die Höhe treiben und damit Edelmetalle unattraktiv machen wird. Wir – und auch Sie – sollten daher jetzt unbedingt die Markttechnik im Blick behalten. Wie Sie dem Chart entnehmen können, ist der Goldpreis in die Nähe des Unterstützungsbereichs bei rund 1.200 Dollar zurückgefallen.

Chart: Gold

(Quelle: comdirect.de)

Fakt ist, ein “Trump-Effekt“ vor allem für die US-Wirtschaft ist nicht auszuschließen bzw. sogar wahrscheinlich. Dennoch müsste die Wirtschaft schon regelrecht explodieren, um wesentlich höhere Zinsen zu “ermöglichen“.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor
Kathrin Dörfeld

Kathrin Dörfeld betreut als Redakteurin den neuen Dienst Aktien Daily.

Regelmäßig Analysen über Rohstoffe erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Kathrin Dörfeld. Über 344.000 Leser können nicht irren.