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Der Megatrend Dekarbonisierung ist ohne Industriemetalle nicht denkbar

Die Weltklimakonferenz in Glasgow ist vorbei. Sie den Ausstieg aus der Kohle angestoßen. Auch wenn die Klimabremser USA, China und Indien in letzter Minute den Kompromiss verwässert haben, ist die Richtung eindeutig: Die Welt hat verstanden, dass die Dekarbonisierung (Umstellung der Wirtschaft durch den durch den Einsatz kohlenstoffarmer Energiequellen) jetzt umgesetzt werden muss.

Klimabremser USA, China und Indien werden ihre Entscheidung noch bereuen

Auch die drei genannten Länder werden merken, dass vom verlangsamten Ausstieg aus der Kohleenergie nicht profitieren werden. Sondern sie werden den Klimawandel verstärkt zu spüren bekommen. Was bebeutet die Weltklimakonferenz in Glasgow jetzt für die Industriemetalle?

Ohne diese Metalle wird der Klimaschutz nicht gelingen

Der Weg heraus aus der Nutzung fossiler Brennstoffe führt vor allem über den Einsatz von Industriemetallen. Insbesondere geht es dabei um Kupfer, Aluminium und Nickel. Diese Rohstoffe werden in den nächsten 10 Jahren eine zum Teil enorme Nachfragesteigerung erfahren.

Ohne Kupfer geht es nicht

Elektromotoren, Windkraftanlagen, Stromerzeugung, Ladestationen – in all diesen Bereichen besteht ein enormer Bedarf an Kupfer. Alleine für die Elektromobilität erwartet das unabhängige Research-Institut CRU im Jahr 2030 einen Kupferbedarf von etwa 4 Mio. Tonnen, eine mehr als Verzehnfachung verglichen mit heute. Rechnet man nun den gesamten Bereich der erneuerbaren Energien hinzu, wird deutlich, wie enorm sich die Nachfrage am Kupfermarkt in den nächsten 10 Jahren nach oben entwickeln wird.

Aluminium – geringes Gewicht bedeutet große Reichweite

Hersteller, Verbraucher, Kritiker und Befürworter – alle reden sofort über Reichweite, wenn es um Elektromobilität geht. Tesla stellt seine Konkurrenten vor allem in diesem Segment in den Schatten. Und die Reichweite ist abhängig vom Gewicht eines Fahrzeugs. Im Vergleich zu Stahl, kann im Karosseriebau durch den Einsatz von Aluminium mehr als 35% Gewicht eingespart werden. Viele aktuelle Studien kommen zu dem Ergebnis, dass sich der Aluminiumbedarf in Elektrofahrzeugen verglichen mit herkömmlichen Fahrzeugen mehr als verdoppeln wird.

Aluminium ist langfristig nur einer Zwischenlösung

Allerdings muss man hier auch die sehr energieverzehrenden Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse der Fahrzeugteile aus Aluminium in die CO2-Rechnung mit einbeziehen. Hier wird zurzeit auch an modernen Faserverbundstoffen geforscht, die auf Dauer den Einsatz von Aluminium wieder reduzieren werden.

Fazit: Der auf der Weltklimakonferenz in Glasgow beschlossene Kohleausstieg, der durch einige Staaten noch etwas verzögert worden ist, wird massive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Rohstoffe und damit die Preise haben. Dennoch sollten Sie als Anleger vorsichtig sein und jetzt nicht blind in jedes Industriemetalle einsteigen. Denn längst wird an Ersatzmaterialien geforscht.

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Über den Autor
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Volkmar Michler

Volkmar Michler ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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