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Warum Wahlen überflüssig sind…

BALTIMORE – Was schenken Sie Ihrer Frau zu Ihrem Geburtstag?

Hier ist ein Vorschlag für die Frau, die bereits alles hat: Besorgen Sie Ihr eine Ölbohrinsel.

Die Tagesmiete lag bei etwa 500.000 $ im Jahr 2014. Jetzt, können Sie diese für weniger als die Hälfte bekommen!

Und der Preis könnte sehr wohl noch niedriger werden. Als die Industrie in Saus und Braus lebte, kamen für die Ölbohrfirmen jede Menge Aufträge rein. Diese Aufträge sind zum Teil noch gar nicht abgearbeitet worden, auch wenn die Anzahl der inaktiven Bohrlöcher den höchsten Stand der Geschichte erreicht hat.

Leider haben sich die meisten Unternehmen, die die Anlagen bestellt haben, das Geld auch nur ausgeliehen. Das ist genau das, was Sie tun, wenn Sie denken dass es „ewig bergauf geht. „The sky is the limit“, das war das Motto.

Dann, wenn der Himmel auf den Kopf fällt, haben Sie keine Möglichkeit, Ihren Kredit zurückzuzahlen. Schuldner gehen dann bankrott. Wenn genügend Kredite nicht bedient werden, gehen auch Kreditgeber pleite.

Globales Desaster

Aber wir werden uns heute nicht weiter darum kümmern …

Wir müssen uns um andere Dinge kümmern. Große Dinge. Zumindest erzählt es uns der Wirtschaftschefkommentator der Financial Times, Martin Wolf, so.

Er sagt, dass unsere große Republik in Gefahr sei, von einem“narzißtischen Tyrannen“ gekapert werden. Sie wissen und ahnen sicherlich, von wem er spricht. Und er sagt, dass der Einzug von Donald Trump in das „Weiße Haus“ eine globale Katastrophe wäre.

Woher weiß er das?

Wäre es etwa ein geringeres globales Desaster, wenn Marco Rubio, Ted Cruz, oder Hillary Clinton gewählt werden würden?

Zum Glück liegt Herr Wolf bei allem falsch. Und wenn er Robert Kagan, einen Kriegstreiber, Washington Insider und Deep State-Sprachrohr zitiert, der sagt das Trump das „Frankenstein-Monster“ der Republikaner ist, beginnen wir eine warme Zuneigung für Donald zu entwickeln.

Wir sind Stoiker, hier im Tagebuch. Ja, die Menschen werden vielleicht für ein Monster abstimmen. (Welche Wahl haben sie?) Ja, Trump kann eine globale Katastrophe sein. Aber zumindest werden die Wähler das bekommen, was sie verdienen.

Und wenn es letztlich Mr. Trump ist, der die Krone bekommt, haben wir keinen wirklichen Grund zur Annahme, dass er ein umnachteter und schrecklicherer Herrscher als alle anderen sein wird.

Schein-Wahlen

Abgesehen davon sind Wahlen ohnehin nur eine Übung „feierlichen Betrugs“.

Die US-Regierung gehört zu den ältesten der Welt. Sie funktioniert zwarauf dem Papier, mehr oder weniger so, wie es einst gedacht war. Aber in der Praxis ist sie so weit weg von der Bundesregierung von 1789 wie die Innenstadt von Los Angeles von dem kleinen mexikanischen Dorf, das dort vor 200 Jahren stand.

Zum einen ist die Regierung zu einem viel größeren Geschäft geworden. Sie fügte im Lauf der Zeit immer mehr eigene Macht und Reichtum hinzu; intelligente Menschen fanden dann aber heraus, wie man diese Macht und Reichtum zum eigenen Vorteil ausnutzen kann.

Lobbyisten, Insider und elitäre Grüppchen gelang es, Sonderbehandlung zu erhalten – Privilegien, Gefälligkeiten, Steuererleichterungen, Verträge, Pfründe.

Das Pentagon bekam Waffen, die es gar nicht haben wollen. Die Mais-Staaten produzieren Ethanol, den Verbraucher nicht haben wollen oder nicht brauchen.

Und „Deep State“ – eine ständige Regierung von Bürokraten, Think Tanks, Kumpanen, besonderen Interessen, Zombies und Politikern, die niemand will – machte Wahlen zu einer Geste der Massen-Mythologie.

Wir sollen glauben, dass unsere Stimme den Kurs einer Wahl ändern kann … und dass unser Kandidat den Lauf der Geschichte ändern kann.

Wie die meisten Mythen, kann auch dieser nicht widerlegt werden. Aber die Chancen dafür sind äußerst gering; eher wird sich Roggenwhisky in Regenfässern wiederfinden.

„Deep State“ entscheidet über wichtige Dinge, nicht Wahlen. Er entscheidet, wer was bekommt, zum Beispiel. Und das neue Geldsystem – in Kraft gesetzt durch Präsident Nixon im Jahr 1971 – macht es möglich, Geld hin zu Faulenzern und Gaunern zu verschieben, ohne auch nur eine Abstimmung im Kongress abhalten zu müssen.

Unfairer Deal

Ein Rentier ist jemand, der sein Geld bekommt, ohne etwas dafür bieten oder tun zu müssen. Das Spiel ist zu seinen Gunsten manipuliert. Er nutzt die Macht der Regierung aus, um einen unfairen Deal zu erzwingen.

Die alten Rentiers aus dem 17. und 18. Jahrhundert waren satt mit Eigentum an Land, das wahrscheinlich aus einigen alten Eroberungen herstammt. Sie „verdienten“ ihren Lebensunterhalt mit Landpachteinnahmen.

Der neue Rentier leiht sich Geld. Er bekommt es fast für lau. Und er verleiht es weiter, allerdings zu marktüblichen Konditionen.

Das System ist so subtil … so klug … und so komplex, dass nicht einmal einer von 1000 Menschen versteht, was los ist.

Das gemeine Volk weiß, dass etwas nicht stimmt. Aber sie wissen nicht, was. Also, wenden sie sich an Trump, der verspricht einen „Arschtritt“ … oder Bernie Sanders, der verspricht, im Namen des gemeinen Volks zu besteuern und Geld auszugeben.

Haben Sanders oder Trump einen Hauch an Ahnung, was wirklich los ist?

Wahrscheinlich nicht.

Haben sie schon Frieden mit „Deep State“ geschlossen?

Wahrscheinlich.

Für Rubio und Clinton gilt ja, dass sie Kandidaten von „Deep State“ sind – beide versprechen mehr Intervention … mehr Kriege … mehr Programme … mehr dies, mehr das.

Alles eben zur Förderung der Interessen von „Deep State“ und seiner Kunden.

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Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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