MenüMenü

Tiefer Wandel in Argentinien

Buenos Aires, Argentinien

Wie läuft es hier in Argentinien?

„Alles hat sich geändert. Alles.“

Einer der Analysten in unserem Büro in Buenos Aires erklärt, dass die jüngst erfolgte Wahl des Business-Moguls Mauricio Macri zum Präsidenten ein noch größerer „deal“ war, als wir angenommen hatten.

„Zwei Parteien haben Argentinien in den letzten 100 Jahren regiert. Die Perónisten … und die Radikalen. Sie hatten beide mehr oder weniger die gleiche Agenda:

nämlich mehr staatliche Kontrolle über die Wirtschaft.

Die Frage war nur, welche „cronies“ davon profitieren würden.

„Aber Macri ist mit keiner der beiden Parteien verbandelt. Das ist ein erstaunlicher Bruch mit der Vergangenheit. Aber es geht weit darüber hinaus. Er ist auch ein reicher Geschäftsmann. Das ist unerhört in Argentinien. Unternehmer sind perfekte Feindbilder hier. Jetzt haben wir einen an der Spitze der Regierung.“

„Es ist ein Wunder, dass er gewählt wurde. Er ist viel besser als jeder andere, der gerade für das Amt des US-Präsidenten kandidiert. Wir haben das Glück, ihn zu haben. “

Tiefgreifender Wandel

Schon jetzt haben wir Gerüchte über den tiefen Wandel aus unserer Ranch gehört.

Unsere lokalen Rebellen -, die von der ehemaligen Präsidentin, der Linkspopulistin Cristina Kirchner unterstützt worden waren – , benehmen sich auf einmal vernünftiger.

Kirchner sponserte „indigene“ -Gruppen in der Hoffnung, mehr Unterstützung für ihre in Schieflage geratene Regierung zu bekommen.

Diese Gruppen bezahlten Organisatoren und Aktivisten – darunter offenbar auch mindestens einen auf unserer Ranch – um im Hintergrund einen Aufstand zu schüren.

„Fiestas“ (Parties) wurden gefeiert – auf Kosten der Steuerzahler. Und bei denen wurden die Menschen zum Gesetzesbruch aufgefordert, indem sie sich unseres Landes bemächtigen sollten.

Es wurde ihnen gesagt, dass sie einen Anspruch auf das Land hätten. Die Ansprüche würden weit über den fixen Regeln des Eigentumsrechts stehen. Vereinfacht gesagt bestehen die Ansprüche deshalb, weil angeblich die indigenen Vorfahren aus der Gegend stammen würden.

Aber alles hat sich in den letzten Wochen geändert. Eine Gruppe dieser „originarios“ besetzte zwei Ranches, die sich in der Nähe von unserer Ranch befinden.

Normalerweise hätte die Polizei nicht eingegriffen.

Und der Besitzer hätte ihnen Geld … oder Land geben müssen, um sie auszulösen. Aber jetzt ist das komplett anders.

Anstatt es den „origanarios“ zu erlauben, die Eigentümer auszunehmen, kam die Polizei, verhaftete die Rädelsführer und fuhr den Rest von ihnen weg vom Grundstück.

Unseren Quellen zufolge sitzen die Rädelsführer immer noch im Gefängnis.

Ganz plötzlich zollen die Familien in den Bergen wieder Respekt … oder zumindest etwas Verständnis…

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

Regelmäßig Analysen über Politik erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Bill Bonner. Über 344.000 Leser können nicht irren.