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Kapitalismus Bashing: Die gezielte Verblödung schreitet voran

Ja, diese Überschrift ist bewusst gewählt. Und nein, es geht hier auch nicht darum, gezielt alle Kritiker des Kapitalismus mundtot zu machen. Es gibt einiges am Kapitalismus, das man hinterfragen sollte.

Aber es gibt „Kritik“, die hat einfach nichts mit Fakten zu tun (alles andere nehme ich ausdrücklich von den nachfolgenden Zeilen aus!).

Worum geht es?

Laut einer Studie von Pew Research sehen in den USA immer mehr Menschen den Kapitalismus kritisch und sogar in ihm den Auslöser vielen Übels. Eine zunehmende Zahl dieser „Kritiker“ würde stattdessen gerne dem Sozialismus den Vorrang geben.

Entschuldigung?

Welches Land schaffte es mit Sozialismus zum Wohlstand? Wo kam nicht früher oder später der Crash?

Vielleicht sollten wir gerade jetzt einmal damit anfangen uns darauf zu besinnen, was Kapitalismus eigentlich ist, und wie weit er uns in der Geschichte gebracht hat.

Ist es Kapitalismus, wenn ein Haufen Bürokraten Zinsen, also den Preis des Geldes, fixiert, wie er Lust hat? Ist es Kapitalismus, wenn private Interessen eine „staatliche“ Zentralbank wie in den USA kontrollieren? Ich könnte Ihnen noch einige weitere Fragen stellen.

Wir leben nicht in einem kapitalistischen System und „freie Märkte“ haben wir schon lange nicht mehr wirklich.

Kapitalismus ist das Versprechen, dass Sie das bekommen werden, was Sie möchten, so lange Sie selbst anderen hinreichend Werthaltiges bieten. Damit befrieden beide ihre Interessen und haben einen Antrieb, neues zu schaffen.

Ein institutionalsierter „Kaufkraft-Staubsauger“, der Ihrem Geld Stück für Stück die Kaufkraft nimmt und Ihnen dies dann nur als „gefühlt“ einredet, erschafft gar nichts außer Hass, Armut und früher oder später Unruhen.

Der Planwirtschaftsgedanke regiert bereits im EZB-Tower und anderen „Finanzgremien“. Und dann soll noch mehr Sozialismus die Lösung sein? Ob hier ein kleiner „Bildungsurlaub“ in einem niedlichen asiatischen Land mit einer Teddybär artigen uniformierten Schießbudenfigur in der Führungsposition ein wenig mehr Klarheit verschaffen und aufzeigen würde, wohin solche Gedanken führen können?

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Über den Autor Alexander Hahn

Alexander Hahn stieß Ende 2007 zum Investor Verlag und ist Chefanalyst des kostenlosen Newsletters Value Daily.

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Alte Kommentare
  • weidner schrieb am 01.12.2014, 21:51 Uhr

    Sie sprachen mir aus dem Herzen!Ein guter Kapitalismus versäucht nicht die Umwelt und ist sich seiner Verantwortung bewust. Sehr interessant wird es wenn mann die Möglichkeit hat das aktuelle Zerbild zu betrachten. Als ich einem Bekannten folgend bei Google BILDERBERGER VIDEO eingab und mir gleich das erste Video mit der Dauer von 1:18 Stunde angesehen habe war das wie ein Dokumentarkrimmi nur ebend voll mit informationen die mann sonnst nicht bekommt. Jeder der einen Schocker braucht kann sich das selber ansehen. Gr. Weidner

    • Friedrich antwortete am 03.12.2014, 19:13 Uhr

      Lieber Herr Weidner es wäre sicherlich sehr interessant mit Ihnen zu diskutieren, aber leider fehlt mir die Zeit. Falls Sie das Thema interessiert und Sie Antworten auf die von Ihnen aufgeworfenen Fragen haben möchten, dann empfehle ich Ihnen die Bücher von Roland Baader, einem Ökonomen der der liberalen Schule sehr nahe steht und die komplizierte Materie in einem unterhaltsamen und für alle verständlichen Stil geschrieben hat. Ein Titel z.B. : Kreide für den Wolf, oder für Sie interessant: Das Kapital am Pranger, geht genau auf Ihre Fragen ein, usw. Viel Erfolg und danke für Ihren Kommentar.

  • Friedrich schrieb am 01.12.2014, 23:23 Uhr

    Es ist so erfrischend zu sehen und zu lesen, dass es anscheinend doch noch einige (wenige) Menschen gibt, die sehen, dass das was uns als Kapitalismus verkauft wird schon mehr der Planwirtschaft entspricht als wirklich liberalem Kapitalismus. Wenn dann die schon lange in eine sozialistische Zwangsjacke gesteckte (nicht mehr freie) Marktwirtschaft versagt, hat man ja bewiesen, dass Marktwirtschaft oder Kapitalismus nicht funktioniert und kann diese endgültig abschaffen. Die sozialistischen Parolen hören sich halt leider, für diejenigen denen es leider nicht sehr gut geht, immer recht gut an: Ausnutzung - Gewinne verteilen - wer viel hat soll denen geben die wenig haben - usw. Wenn aber Firmen keine Gewinne mehr haben, womit sollen sie dann investieren ? Wenn Menschen für ihr Risiko-Investment keinen entsprechenden Gewinn haben, warum sollen sie dann noch Risiko eingehen ?

    • Weidner antwortete am 02.12.2014, 10:38 Uhr

      guten tag! mein name ist weidner. mein kommentar wurde über dem ihren freigeschaltet. mit ihrem beitrag haben sie das thema genau auf den punkt gebracht. etwas zu unternehmen muß sich lohnen,denn der unternehmer hat sonst kein interesse mehr etwas zu riskieren. sehr gute argumentationsschiene. jedoch kenne ich keinen unternehmer der freiwillig mehr als nötig... freiwillig von seinem profit abgiebt.das ist in soweit in ordnung wenn der unternehmer seine gewinne inofativ investiert und deshalb nicht ständig die löhne erhöhen kann. aber nehmen wir den friseuerladen als beispiel. hier steigen die preise ( material ,mieten teurer usw.) aber auch den gewinn möchte der ladenbesitzer erhöhen. der arbeiter wird also angespornt aber in seiner lohntüte bleibt nichts hängen.auch des arbeiters miete steigt und auch seine lebenshaltung. aus diesem grund finde ich es sehr bedenklich, dass der staat hier eingreifen MUSS um die friseuerladenbesitzer zur besinnung zu bringen.das gejammere müssen sie sich mal bei den unternehmern anhören. aber genau diese leute zahlen ihren mitarbeiern löhne die 50% unter dem harz 4 satz liegen und haben aber wohnhäuser und einrichtungen die milionen kosten.ist das in ordnung ? wenn sie also schreiben das der staat kommunistische planwirtschaft betreiben will so ist es eher ein zeichen das die soziale marktwirtschaft erhalten werden soll. ich bitte an dieser stelle sich mal von der anderen seite zu positionieren. nicht jeder hat die voraussetzung unternehmer zu sein. und wenn alle unternehmer währen ,wer macht die arbeit? das beispiel mit dem friseuerhandwerk ist nur stellvertretend für andere gewerke benannt. mit freundlichem gruß weidner

    • weidner antwortete am 04.12.2014, 17:07 Uhr

      Werter Herr Friedrich! Dank für Ihre Antwort. Es ist mir eine Freude eine Person zu einer Antwort bewegt zu haben. Es ist nicht einfach Gesprächspartner zu finden... Ich bin ein vier Generationen verinnerlichender Mensch, welcher Für und Wieder von Gedanken aus verschiedenen Zeiten versucht zu begreifen sowie Schlußfolgerungen zu ziehen.Mein Großvater,meine Mutter und meine Tochter runden mein eigenes erfahrenes Leben ab. Schade nur ist es,so oft an Grenzen zu stoßen wo mann eigendlich keine Grenzen erwartet.Oft gebrauche ich den Fernseher( obwohl eigendlich genug zu tuen ist)um abzuschalten. Das Ergebnis ist ,ich rege mich auf und tue Selbiges. Ihren Buchtip werde ich aufnehmen obwohl ich mir denken kann in welche Richtung die Betrachtung gehen wird.Ich bin aber für alles offen...hoffe ich! Aus Berlin lieben Gruß Weidner

  • Ernschtel schrieb am 02.12.2014, 11:23 Uhr

    Die Evolution ist Wettbewerb. Alle Arten eifern um den besten Platz. Mit der Intelligenz der Menschen hat der Wettbewerb auf der Erde eine neue Dimension erreicht. Wer in einen Wettbewerb eintritt hat automatisch auch immer die Hoffnung zu gewinnen. Somit ist Wettbewerb und Hoffnung untrennbar verbunden. Die Starken, die Rücksichtlosen, die erfolgreichsten Menschen, Kämpfernaturen, Durchsetzer, Führungspersönlichkeiten, haben bisher in der Weltgeschichte in der Regel gewonnen. Kapitalismus ist die aggressivste Art des Wettbewerbs. Wirtschaftlicher Erfolg bringt automatisch auch Macht über andere mit sich. Wer wirtschaftlich erfolgreich sein will muss aggressiv seine Ziele verfolgen, darf zu seinen Mitbewerbern nicht rücksichtsvoll sein, sonst wird er selbst weggedrückt. Wer wirtschaftlich erfolgreich ist erhebt sich über andere. Der wirtschaftlich Erfolgreiche hat in der Gesellschaft eine hohe Anerkennung. Am schnellsten wirtschaftlich erfolgreich zu sein ist nur in einem kapitalistischen Wirtschaftsystem möglich. Starke machtbewusste Persönlichkeiten werden immer aggressiven Kapitalismus bevorzugen, weil sie nur in diesem politischen System die Chancen sehen, ganz schnell in Machtpositionen zu gelangen. Diese Macht können sie, nur durch Gesetze begrenzt, die sie durch persönliche Netzwerke oft mitbestimmen, nutzen, um die eigene Machtposition und die der Nachkommen zu zementieren. Wettbewerb im kapitalistischen System ist Hoffnung auf Macht, Hoffnung auf Anerkennung und Hoffnung auf den Machterhalt der Nachkommen. Dieser Wettbewerb ist evolutionstechnisch super. Er hat die Menschheit an die Spitze katapultiert. Aber -- Wettbewerb lässt sich nicht abschalten. Die Menschheit steht vor einem wahrscheinlich unlösbaren Problem. Es leben schon heute ca. 2 Milliarden Menschen zu viel auf dieser Erde. Die fossilen Energie-Reserven sind schon jetzt größtenteils erschöpft. Die Meere werden leer gefischt, die Wälder werden vernichtet, landwirtschaftlich nutzbare Flächen schrumpfen dramatisch. 70% der Menschen leben in unterentwickelten Ländern und möchten zu den hochentwickelten Ländern im Lebensstil aufschließen. Mehr Konsum, mehr Verbrauch von Energie, obwohl schon jetzt mehr verbraucht wird als vorhanden ist. Die wirtschaftliche Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern wird immer tiefer. Gleichzeitig wird das Wissen über diese Kluft durch die Informationstechnologie immer breiteren Bevölkerungsschichten weltweit bekannt. Die Verlierer erkennen, ihre wirtschaftlich aussichtslose Situation. Die Verlierer begehren auf. Der Kampf Arm gegen Reich wird immer brutaler, und wird dann mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln geführt. Die Gefahr der eigenen Vernichtung wächst mit dem Anwachsen der Weltbevölkerung, mit dem Anwachsen der Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern, mit dem Anwachsen des Hasses. Der technische Fortschritt wird schon in naher Zukunft Verlierer-Gruppen die Möglichkeit geben großflächige Katastrophen anzurichten. Ich sehe sehr schwarz - und keine Lösung.

    • Friedrich antwortete am 05.12.2014, 15:35 Uhr

      Obwohl ich noch nicht Mittag gegessen habe (15Uhr22) reizt mich Ihr Artikel so sehr, dass ich einfach antworten muss. Im Prinzip haben Sie (als Evolutionist so scheint es) absolut recht, denn wenn es nur so wäre, dass sich nur der Stärkere und Rücksichtslosere durchsetzt, dass würde die Welt wahrscheinlich so enden wie Sie es hier darstellen. Woher kommt aber der Humanismus, die Nächstenliebe und Menschen die sich für andere aufopfern ? Woher kommt das gute oder schlechte Gewissen ? Da muss doch etwas anderes in uns sein, was allerdings in der heutigen Welt nichtmehr allzu sichtbar ist (leider). Wenn man nicht an die reine Evolution glaubt, sondern an einen Schöpfer der all die schönen Dinge auf der Erde gemacht hat und uns das Bedürfnis nach Liebe (geben und empfangen) eingepflanzt hat, dann sieht die Zukunft ganz anderst aus. Wenn Sie das Vater unser kennen: ..... dein Reich komme wie im Himmel auch auf Erden ..... (Matthäus 6:9...) und dann einmal die Prophezeiungen von Daniel nachlesen (Daniel 2:44..... ) und danach Offenbarung 21: 3..... lesen, dann sehen Sie, dass alles schon so geplant ist, dass die Menschen, sofern sie wollen, einmal in einem Paradies auf Erden leben können. Nur wann das sein wird ist leider oder zum Glück nicht bekannt. Aber nach Ihrem Szenario dürfte es nichtmehr sehr lange dauern. Alles Gute und Freude beim lesen.

    • Ernschtel antwortete am 06.12.2014, 15:20 Uhr

      Danke für Ihren Kommentar. Über Religion möchte ich nicht diskutieren. Ich bin Naturwissenschaftler, 70 Jahre Lebenserfahrung und halte mich lieber an Tatsachen. Obwohl – das muss ich zugestehen, das Leben viel leichter ist wenn man glaubt, statt beweisen zu müssen.