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„Deutschland ist eine Katastrophe“…

BALTIMORE

Die Fed ist in einem Kredit-„Straffungszyklus“, ohne jedoch wirklich an der Zinsschraube zu drehen.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass die kurzfristigen Zinsen unverändert in einer Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent bleiben würden.

Da die Investoren Zinserhöhungen nicht wirklich mögen, stiegen die Aktien….zumindest ein wenig…und schon im Vorfeld.

Doch die Anleger sollten sich dennoch umsehen … wir könnten in einem Straffungszyklus sein, der weit über die Kontrolle der Fed hinaus reicht.

Aus der Mode

„Deutschland ist eine Katastrophe im Moment“, sagt Donald J. Trump

Viele Europäer würden ihm zustimmen. Kanzlerin Angela Merkels Flüchtlingspolitik „der offenen Tür“ führt zu einer weit verbreiteten Unzufriedenheit.

Ihre politische Position wird „immer schwächer“, schreibt die Financial Times.

Warum?

Weil sie den Geist einer anderen Zeit repräsentiert. Sie war einst die beliebteste Regierungschefin in Europa, wenn nicht sogar der ganzen Welt. Für Frau Merkel scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Sie ist ein Anachronismus aus einer optimistischeren Ära, als die Menschen an den freien Handel, demokratische Regierung, und ständig steigenden Wohlstand geglaubt haben.

Nun hat sich der Zeitgeist verändert. Frau Merkel ist aus der Mode und tanzt aus der Reihe. In Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, der Slowakei, Ungarn und den USA, sind die Kandidaten, die die meiste begeisterte Unterstützung erhalten diejenigen, die darauf drängen, Grenzen zu schließen, den Handel zu beschränken, und nach Schutz vor Anderem, Neuem und Drohungen suchen.

Schluss mit dem Freihandel!

Schluss mit der Reisefreiheit!

Stoppt die Einwanderung … vor allem von den Muslimen und Mexikanern!

Baut eine Mauer!

Foltert die Feinde!

Hört endlich damit auf, das Imperium zu erweitern!

Das Schicksal des Imperiums

Vorbei ist der mutige Optimismus der 1980er Jahre … und die anmaßende Korruption der 1990er Jahre.

Nun sind wir alt, müde, ängstlich, feige und verschroben geworden. Wir wollen ein starken politischen Führer, der uns schützt – einen, der uns verspricht… uns wieder stark und jung zu machen.

Hier im Tagebuch glauben wir definitiv nicht an die „Great Man“ Theorie der Geschichte.

Wenn man genauer auf die sog. großen Männer der Geschichte blickt …stellt man fest, dass sie alle nicht wirklich so „toll“ sind. Sie sind genauso fehlerhaft wie der Rest von uns – hangeln stümperhaft vom Sieg zu Katastrophe. Und wir haben wenig wirklichen Einblick in das, was sie wirklich tun, oder welche Rolle in der Geschichte sie spielen.

Aber eine Demokratie muss einen Anführer finden, der ihr aus der Seele spricht. Ohne es zu wissen, bewegt er das Land in die Richtung, in die es ohnehin wollte. Dann, der Grenzen nicht bewußt, geht er zu weit.

Marcus Licinius Crassus (der reichste Mann in der römischen Geschichte) griff die Parther an … und starb in Carrhae. Napoleon hatte Europa zu seinen Füßen … und fiel in Russland. Japan überrolte Südostasien … und bombardierte Pearl Harbor.

Wir alle atmen ein und aus. Volkswirtschaften. Märkte. Gesellschaften und Menschen.

Jetzt, nach mindestens einer Generation der Globalisierung, imperialer Expansion und billigstem Notenbankgeld, ist die Welt zum Durchatmen bereit.

Trump kann womöglich der Bestimmung des Imperiums gerecht werden … uns von den Versprechen, die nicht gehalten werden können, zu befreien. Und auch von den Wahnvorstellungen, die nicht finanziert werden können, und Verpflichtungen, die wir nie hätten eingehen sollen.

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Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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