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Brexit – Es lebe die Revolution

Die Attraktivität des Wohlfahrtsstaates lässt nach und verschwindet, wenn die Menschen weniger „Wohlfahrt“ ausbezahlt bekommen als sie selbst einzahlen.

Je mehr Reichtum und Macht die Eliten aus einem stagnierenden System für sich abzusaugen, desto mehr sieht sich der durchschnittliche Bürger in der Falle und betrogen und bestohlen.

Die Brexit Abstimmung war ein Versuch, der Falle zu entkommen.

Und in den USA sehen viele eine Stimme für Donald Trump als eine Chance dafür an, die Parasiten aus dem Rücken der kleinen Leute weg zu bekommen.

Mr. Trump hat so viel versprochen. Die Präsidentschaftswahl im November dieses Jahres, sagt er, wird bestimmen, ob die USA „von den Menschen oder den Politikern regiert“ werden.

„Ich werde das Monopol, das gewisse Interesengruppen innehaben, in Washington beenden“, so lautet sein Versprechen.

Die Situation ist nicht wirklich viel anders als in den 1780er Jahren in Frankreich.

So viele Füchse haben sich in die privilegierten Elite-Klassen eingenistet, dass es unmöglich wurde, sie da wieder raus zu bekommen.

Sie lebten von „Abgaben“ – wie das Recht, Steuern zu erheben, oder Mautgebühren, oder einen Prozentsatz der Ernte zu bekommen. Sie waren die cronies des 18. Jahrhunderts. Nicht produktive Mitglieder der Realwirtschaft eben. Und in der Regel waren sie sogar befreit, Steuern zu zahlen. Dier typische französische „cronie“ war mit einem „Chip“ auf seiner Schulter erkennbar.

Zwar wurden einige Reformanstrengungen unternommen. Versammlungen wurden einberufen, sogar „Parlamente“. Wahlen wurden abgehalten. Aber die reichen Füchse gaben nicht einen Milimeter nach. Es bedurfte einer blutigen Revolution, um die Dinge zu ändern.

In ähnlicher Weise haben die Füchse auch heut einen süssen „deal“ für sich abgeschlossen. Ihr Geldsystem gibt ihnen eine fast unerschöpfliche Kreditquelle. (Dank negativer Zinsen auf Anleihen können viele Regierungen auf der ganzen Welt jetzt mit der Schuldenmacherei Geld verdienen). Und sie nutzen diese Kredite aus, um ihre Programme zu finanzieren … ihre Boni … ihre Aktienrückkaufprogramme …

Natürlich werden sie in verzweifelter Manier alles daran setzen, ihre Privilegien zu behalten.

Bloomberg berichtet:

„Die Zentralbanken auf der ganzen Welt pumpten neue Mittel ins Finanzsytem und intervenierten an den Devisenmärkten. Sie sind bestrebt, die Anleger, die aufgrund des Ausgangs des Brexit-Referendums in Panik geraten waren, zu beruhigen.

Nachdem eine Mehrheit der Briten dafür gestimmt hatte, die 43-jährige Mitgliedschaft in der EU zu beenden, veröffentlichten die Bank of England, die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan „statements“, die klar betonten, dass Liquidität bereitgestellt werden würde, um das Bankensytem am Laufen zu halten.“

Aber es gibt ein Problem …

„Deep State“ kann den Kongress kontrollieren. Er kann die staatliche Bürokratie steuern … Wall Street … und Big Business. Es kann sogar – in der Regel – die Wähler kontrollieren.

Aber er kann nicht den Kreditzyklus steuern.

Mehr dazu später…

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Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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