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Thailand ist der größte Reis-Exporteur der Welt

Das ist einer der Gründe, warum ich mittel- bis langfristig für Thailand nicht so bullisch bin wie andere Analysten. Aber kurzfristig sieht die Sache anders aus. Im Licht explodierender Reis- oder Maispreise könnte sich Thailand, mit der guten Charttechnik im Rücken, zu einem Börsenliebling entwickeln – wenn die Anleger erst mal auf den Trichter kommen, welche positive Konstellation man dort vorfindet. Thailand besitzt nämlich 2 ganz entscheidende Elemente, um den negativen Effekten aus der Agrarkrise zu trotzen.

Der 1. Punkt: Thailand ist der größte Reisexporteur der Welt (die Nr. 2 ist übrigens das Nachbarland Vietnam). Damit profitiert man überdurchschnittlich von den explodierenden Reispreisen und kann zur Not durch Exportverbote die landeseigene Inflation entlasten. Derartige protektionistische Aktionen von Regierungen haben wir ja bereits in Indien oder Vietnam gesehen.

Der 2. Punkt: Thailand verfügt mit 65,1 Mio. Menschen über ein exzellentes Binnenmarkt-Potential. Langfristig nicht so gewaltig wie in Vietnam, aber auf jeden Fall überdurchschnittlich. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Das BIP-pro-Kopf liegt mit 3.672 US$ deutlich über dem BIP der anderen asiatischen Tigerstaaten und natürlich auch über China oder Indien.

Zum Vergleich: Das BIP-pro-Kopf in Thailand ist gut 5 Mal so hoch wie in Vietnam. Was langfristig klar für Vietnam spricht (größeres Potential) ist kurzfristig jedoch besser für Thailand. Denn je höher die Einkommen, desto besser können die inländischen Konsumenten die Preisschocks bei Lebensmitteln verarbeiten.

Damit wird der thailändische Binnenmarkt also deutlich weniger stark belastet als in anderen Ländern, wo die Leute mit niedrigen Einkommen natürlich einen prozentual deutlich höheren Anteil ihres Einkommens für die Lebensmittelversorgung ausgeben müssen.

Have a successful day,

Ihr

Daniel Wilhelmi

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Über den Autor Investor Verlag

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Alte Kommentare
  • Theddy Christen schrieb am 16.04.2010, 02:54 Uhr

    Wenn etwas für den Reisanbau gefährlich werden könnte, sind es die Wettersituationen, denn jetzt haben wir unwahrscheinlich heiss.Ich weiss von Kollegen im Norden und Osten, dass es mit dem Wasser sehr schlecht steht, und sie kein Reis anpflanzen können. Auch china mischt da mit mit den Dammbauten und der Rückhaltung des wenigen Wassers.