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Russischer Aktien- und Devisenmarkt: Jetzt wird’s interessant!

Alle Welt schaut in diesen Stunden auf die USA und die ständigen Wendungen im dortigen Wahlkampf. Doch diese Fokussierung auf nur einen Markt verstellt den Blick auf Chancen im Rest der Welt. Zum Beispiel in Russland ergeben sich aktuell interessante Trading-Chancen.

So erreichte der russische Aktien-Index RDX nach einer scharfen Korrektur heute seinen bereits gebrochenen Aufwärtstrend abermals und prallte vorerst nach oben ab. Das könnte sich im nachheinein als sehr gute Einstiegsgelegenheit erweisen, zumal russische Aktien trotz der diesjährigen Erholung nach wie vor vergleichsweise günstig sind.

Wie es mittelfristig am russischen Markt weitergeht, wird auch davon abhängen, wer in den USA die Wahl gewinnt. Kandidat Trump gilt als vergleichsweise Russland-freundlich, während Kandidatin Clinton unumwunden auf Konfrontation mit Russland setzt. Unter Trump dürfte das Sanktions-Regime gegen Russland allmählich bröckeln, unter Clinton dürften die bisher verhängten Sanktionen nur der Anfang gewesen sein.

Gewinnt Trump, dürfte der RDX also am gebrochenen Abwärtstrend nach oben wegdrehen und dürfte schon bald ein neues Jahreshoch über 1.220 Punkte erreichen. Bei einem Sieg Clintons ist die Wiederaufnahme des Abwärtstrends wahrscheinlich. Weitere Abgaben bis 1.000 und anschließend 960 Punkte sind dann zu erwarten.

Der Rubel wirft bis zu 10% Zinsen pro Jahr ab

Neben russischen Aktien, in die Sie z.B. mit verschiedenen Index-Zertifikaten, Optionsscheinen, Turbos und Discount-Zertifikaten investieren können, ist auch die russische Währung selbst interessant. Das fängt schon bei der Zinsdifferenz zu anderen Währungen wie dem Euro oder US-Dollar an. Während Sie in Russland 10% Zinsen bekommen, zahlen Sie im Westen fast gar keine Zinsen. Und diese 10 Prozentpunkte Zinsdifferenz bekommen Sie bei Forex-Brokern sogar ausgezahlt, wenn Sie zum Beispiel mit FX-Forwards handeln.

Ganz gleich, ob Sie 3, 6 oder 12 Monate Laufzeit wählen, haben Sie 10% p.a. Zins Vorsprung. Auf der anderen Seite stehen aber natürlich auch 6,1% Inflation in Russland verglichen mit 0,5% im Euroraum oder 1,5% in den USA. In Summe bleibt aber immer noch eine hübsche Realverzinsung von 3,9% übrig, während Anleger in den USA eine Realverzinsung von -1% und im Euroraum von -0,5% haben – also real nach Abzug von Inflation Geld verlieren.

Die Zinsen fließen übrigens für das gehebelte Transaktionsvolumen. Wenn Sie mit Hebel 10 arbeiten, bekommen Sie also auch 10 Mal die Zinsen. Das macht dann bezogen auf Ihr eingesetztes Kapital schon 100% statt 10% p.a. Zinsen.

2 Vorteile für Sie als Trader: Große Kursschwankungen und hohe Zinsen

Dem gegenüber steht natürlich das Risiko einer weiteren Rubel-Abwertung. Ein nicht von der Hand zu weisendes Risiko angesichts der Tatsache, dass ein Euro heute 70 Rubel kostet, Mitte 2014 aber nur 46. Auf der anderen Seite kostete ein Euro aber auch schon einmal mehr als 90 Rubel. Sie haben es also mit einer volatilen Währung zu tun – doch genau das brauchen Sie schließlich als Forex-Trader. Eine Währung, die sich kaum bewegt, nützt Ihnen beim Trading nichts.

Insofern kommen beim Rubel gleich zwei Vorteile zusammen: die hohen Zinsen und die hohe Volatilität. Achten Sie aber darauf, dass bei Rubel-Shortpositionen die Zinsen von Ihnen zu bezahlen sind. Die 10% p.a. bekommen Sie nur, wenn Sie den Rubel kaufen.

Einen sogar noch besseren Deal bekommen Sie derzeit im brasilianischen Real. Dort betragen die Guthabenzinsen derzeit 14%, die Inflation 8,5%. Die Realverzinsung liegt also bei sehr hohen 5,5%.

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Über den Autor Thomas Kallwass

Thomas Kallwass ist unser Spezialist für alternative Investment-Chancen. Seine Handelsstrategien sind wissenschaftlich untermauert.

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