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Höhere Zinsen? Gibt es in Neuseeland!

Während die US-amerikanische Notenbank Fed seit einem Jahr nur von Zinserhöhungen spricht, anstatt sie tatsächlich auch durchzuführen, und die europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins in Minischritten senkt und damit trotzdem nichts erreicht, freuen sich Anleger am anderen Ende der Welt über vergleichsweise hohe Zinsen. Zum Beispiel in Neuseeland: +3,5% statt 0,05% in der Eurozone.

Höhere Zinsen versprechen Carrytrade-Einnahmen für Investoren

Im neuseeländischen Dollar gilt ein Leitzins von derzeit 3,5%. Im Vergleich zu Euro und US-Dollar sind 3,5% ein sehr attraktives Zinsniveau für Anleger. In den Währungspaaren NZD/USD und EUR/NZD können dank des Zinsgefälles Carrytrade-Zinsen verdient werden. Dabei kaufen Sie neuseeländische Dollar und verkaufen US-Dollar oder Euro. Sie bauen also NZD/USD Long- oder EUR/NZD Short-Positionen auf. Bezahlen müssen Sie dann die sehr niedrigen Zinsen in US-Dollar und Euro, die hohen Zinsen in Neuseeland werden hingegen von Ihnen verdient.  Das besondere an der Forex: Die Zinsen fließen nicht nur für Ihr Eigenkapital, sondern für Ihre gehebelten Investitionen. Wenn Sie zum Beispiel mit Hebel 10 arbeiten, verzehnfachen sich auch die Zinseinnahmen.

Bis zu 34,5% Zinsen auf Ihr Eigenkapital – dank Forex

Nehmen wir das Beispiel EUR/NZD: Vereinfacht gesagt zahlen Sie im Euro derzeit rund 0,05-0,1% Zinsen, in Neuseeland bekommen Sie 3,5%. Macht eine Differenz von bis zu 3,45%. Wenn Sie mit 10.000 Euro Eigenkapital Hebel 10 nutzen, dann können Sie 100.000 Euro investieren. 3,45% auf 100.000 Euro ergibt einen Zinsgewinn von 3.450 Euro. Bezogen auf Ihr Eigenkapital von 10.000 Euro haben Sie nun also nicht 3,45% verdient, sondern volle 34,5%.  In der Realität wird es etwas weniger sein, da sich die Banken in der Regel am Zinssatz auf dem Interbankenmarkt orientieren, der sich wiederrum am Leitzins orientiert. Zudem schneiden sich die Banken ihren Teil vom Kuchen in Form einer Zinsmarge ab. Doch am grundsätzlichen Endergebnis ändert das nichts: Am anderen Ende der Welt gibt es deutlich mehr Zinsen als im Heimatland.

Transaktionen dieser Art sind übrigens die Basis meines Diamant FX Portfolios, das eine Erfolgsquote von 96,3% aufweist. Hier geht es zum kostenlosen Test des Diamant FX Portfolios.

Günstige Einstiegskurse dürften sich in naher Zukunft ergeben. Zu günstigen Kursen zu kaufen ist wichtig für Sie. Denn bei Fremdwährungsinvestments gibt es neben den höheren Zinsen leider auch noch das Wechselkursrisiko. Wertet der Neuseeland-Dollar während der Investitionsdauer ab, gibt es Wechselkursverluste. Die können, müssen aber nicht, größer werden als die Zinsgewinne.

5 Zinserhöhungen beim neuseeländischen Dollar – allein in den letzten acht Monaten!

Die neuseeländische Zentralbank RBNZ (Reserve Bank of New Zealand) hat am 11. September den derzeitigen Leitzins von 3,5% bestätigt. Gleichzeitig kündigte Notenbankgouverneur Graeme Wheeler an, das Zinsniveau, das zum letzten Mal im Juli dieses Jahres erhöht wurde, nun für absehbare Zeit bei 3,5% zu belassen. Nach fünf Zinserhöhungen um jeweils 0,25% allein in diesem Jahr möchte Wheeler nun einen Gang zurück schalten. Grund dafür: Der neuseeländische Dollar soll nicht zu stark werden. Obgleich er zu den wichtigsten Devisen weltweit gehört, ist der neuseeländische Dollar eine kleine Währung. Die Bilanzsumme der RBNZ beläuft sich gerade einmal auf ein halbes Prozent der Fed-Bilanz, und auch die sich im Umlauf befindende Geldmenge in NZD ist nur ein Bruchteil der zur Verfügung stehenden Greenbacks.

Kleine Währungen sind volatil

Die Wechselkurse kleiner Währungen, wie auch der Schweizer Franken oder die Norwegische Krone, sind daher von finanzpolitischen Ereignissen sehr viel stärker betroffen als die Schwergewichte US-Dollar und Euro. Als nach der Lehman-Pleite im Sommer 2008 alle Welt in den US-Dollar flüchtete, ging der NZD/USD-Kurs in den Sturzflug und der NZ-Dollar verlor in nur 12 Monaten 40% an Wert. Zum Vergleich: Auch mit dem EUR/USD-Kurs ging es nach der Lehman-Pleite steil nach unten. Die Gemeinschaftswährung verlor aber „nur“ 22% an Wert gegenüber dem US-Dollar. Im Zuge des radikalen Wertverlustes des NZ-Dollar stieg die Inflationsrate in Neuseeland im Oktober 2008 auf 5,1% und damit deutlich über den von der RBNZ festgelegten Inflationskorridor von 1% bis 3%.

Die neuseeländische Notenbank möchte den NZ-Dollar schwächen

Doch die potentielle Schwäche seiner Währung und die damit einhergehende Inflationsgefahr in Zeiten globaler Finanzunsicherheiten bereitet Wheeler zurzeit keine Kopfschmerzen. Eher im Gegenteil. Die neuseeländische Wirtschaft ist robust und wächst beständig, im Vergleich zum Vorjahr legte das Bruttoinlandsprodukt um 3,8% zu. Besonders die Exportwirtschaft boomt, vor allem dank Chinas enormer Nachfrage nach Milch, Neuseelands Exportschlager. Die RBNZ könnte sich also nicht beklagen, wäre da nicht die relativ geringe Inflationsrate mit 1,6% und die noch geringeren Inflationsaussichten mit 1,4%. Weitere Zinserhöhungen, die das Geld verteuern und damit der Inflation entgegen wirken würden, sind also in nächster Zukunft erst einmal nicht geplant.

Die Aussicht auf einen schwächeren NZ-Dollar und einen stärkeren US-Dollar eröffnet auch lohnende Aussichten für Trader

Wheelers Ankündigung, den Leitzins auf absehbare Zeit nicht anzurühren, sorgte prompt für Kursrutsche in den Währungspaaren NZD/USD und EUR/NZD. Im Vergleich zum US-Dollar fiel der NZ-Dollar unter die 0,82 US-Dollar-Marke und notiert damit so tief wie schon seit sieben Monaten nicht mehr. Das bestätigt den Abwärtstrend, der seit Mitte Juli andauert. Der Kurs steuert nun die nächste Unterstützung bei 0,81 US-Dollar an. Dafür sprechen würde, dass der US-Dollar aufgrund der restriktiver orientierten Geldpolitik der Fed mittelfristig wieder stärker werden wird. Das wird den Kurs des NZ-Dollar zusätzlich drücken. Da das der neuseeländischen Zentralbank nur Recht ist, kann damit gerechnet werden, dass der Kurs mittelfristig unter die 0,8 US-Dollar-Marke fallen wird. Allerdings sollten Trader, wie oben beschrieben, daran denken, dass die NZD-Kurse aufgrund der relativ geringen Geldmenge volatil sind. Aber genau darin liegen auch die Gewinnchancen.

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Über den Autor Thomas Kallwass

Thomas Kallwass ist unser Spezialist für alternative Investment-Chancen. Seine Handelsstrategien sind wissenschaftlich untermauert.

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