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Chancen und Risiken in Afrika

Wenn Sie wissen wollen, auf welch niedrigem Entwickungsniveau sich der afrikanische Kontinent erst befindet, dann hilft dieser Vergleich: Das BIP für ganz Afrika liegt gerade mal bei 1,3 Billionen US-Dollar.

 

Das ist ungefähr 1/10 des BIP der USA, obwohl die Bevölkerung in Afrika über drei Mal so groß ist wie in den USA. Oder im Vergleich zu Deutschland: Das BIP von ganz Afrika ist erst ca. ein Drittel des BIP von Deutschland – einem Land mit gut 84 Mio. Einwohnern (gut 8 Prozent der afrikanischen Bevölkerung).

 

Diese Zahlen zeigen uns ganz klar: In Afrika haben wir wirklich noch die Chance, ganz am Anfang in die Entwicklung einer der größten Regionen der Welt einzusteigen. Das bedeutet aber auch: Wir müssen uns der hohen Risiken bewusst sein. Einen der größten Risikofaktoren hatte ich ja bereits angesprochen:

 

Die hohe Abhängigkeit von den Preisentwicklungen der Rohstoffe. Wie Sie wissen, wurde der „Vergessene Kontinent“ durch Rohstoffhausse erst wach geküsst. Die Rohstoffe sind der Treibstoff des Afrika-Aufschwungs. Je höher die Rohstoffpreise steigen, desto stärker wächst Afrikas Wirtschaft.

 

Aber Afrikas Volkswirtschaften hängen am Tropf der Rohstoffhausse. Rund 80 Prozent aller Exporte aus Afrika Rohstoffe oder Rohstoff-verwandt. Weitere Risikofaktoren sind natürlich die hohe Armut, die politische Instabilität, die schlechte gesundheitliche Versorgung und die schlechte Bildung sowie die sozialen Spannungen unter Volksgruppen und Stämmen.

 

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Über den Autor Daniel Wilhelmi

Daniel Wilhelmi ist Jahrgang 1972 und gehört zu der „neuen Generation“ der Finanzjournalisten, die das Erbe der großen bekannten Namen aus TV und Zeitungen antreten.

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