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Bankensystem USA

Aus aktuellem Anlass lesen Sie heute einen Gastbeitrag von Markus Miller, Chefredakteur Kapital & Steuern vertraulich.

Liebe Leser

klassische Investmentbanken aus den USA betreiben so genannte Investmentgeschäfte. Daher auch dieser Name. Diese Geschäftstätigkeit liegt im Wesentlichen auf der Vermögensverwaltung für die Bankkunden, dem Handel mit Wertpapieren sowie der Unterstützung von Unternehmen bei Kapitalaufnahmen (Börsengänge, Fusionen, Kapitalerhöhungen). Investmentbanken haben also sehr wohl Ihren Sinn. Ebenso sind Sie für den Kapitalmarkt auch sehr wichtig, da diese der Unterstützung des Handels an den Finanz- und Kapitalmärkten dienen. Allerdings müssen natürlich die Risiken im Griff sein und genau hier lag natürlich das Problem.

Bankensystem Amerika – Andere Länder, andere Sitten

Investmentbanken entstanden ursprünglich im US Trennbankensystem als Gegenstück zu den klassischen Geschäftsbanken. Geschäftsbanken unterlagen jedoch einer weit stärkeren Aufsicht.

Dienstleistungen von Investmentbanken

+ Auf Primärmärkten beschäftigen sie sich mit der Emission von Fremd- und Eigenkapital.

+ Sie unterstützen Kapitalnehmer bei der Suche nach Kapitalgebern und übernehmen durch ihre Beratung beim Erwerb und Verkauf von Unternehmensbeteiligungen (M&A) Vermittlungsleistungen.

+ Auf Sekundärmärkten sind sie in der Kundenberatung sowie Auftragsausführung im Handel von Wertpapieren für Kunden tätig.

+ Sie übernehmen die Vermögensverwaltung für Kunden

+ Sie sind auch Market Makler, das bedeutet, sie handeln Wertpapiere und standardisierte Güter wie beispielsweise Devisen, indem sie An- und Verkaufspreise stellen.

+ Der Eigenhandel dient zur Steigerung des Gewinns und der Erhöhung der Liquidität im Markt, wodurch der Handel anderer Marktteilnehmer erleichtert wird.

Im Zuge der US-Bankenkrise verzichten nun mit JP Morgan und Goldman Sachs die letzten noch verbleibenden großen Investmentbanken ebenfalls auf ihren rechtlichen Sonderstatus.

Deutschland hat ein Universalbankensystem

In Staaten mit einem Universalbankensystem wie beispielsweise in Deutschland mit seinen Sektoren Privatbanken, Volks- und Raiffeisenbanken, sowie Sparkassen gibt es dagegen keinen gesonderten Status für das Investmentbankinggeschäft.

Mein Fazit

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie oft sich gerade Bankstrategien ändern. Vor nicht allzu vielen Jahren wollte die Deutsche Bank beispielsweise auch den Weg einer Investmentbank gehen. Das Privatkundengeschäft wurde damals fast schon „überheblich“ vernachlässigt. Heute hat sich das gewandelt. Mir gefällt derzeit – bei allen Problemen – die Strategie der Deutschen Bank beispielsweise sehr gut.

Nämlich die „Zweimarkenstrategie“ über die Postbank im Privatkundengeschäft zu wachsen. Natürlich auch die aktuellen Probleme gerade der US-Banken für die Deutsche Bank-Investmentbankingsparte zu nutzen. Im Gegensatz zu deren Abschreibungen und Problemen sind nämlich die der Deutschen Bank – frei nach Hilmar Kopper – Peanuts.

Ihr

Markus Miller

…das Steuern ist wichtiger als die Steuern!

 

 

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Über den Autor Markus Miller

Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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