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Hedgefonds: Eine kleine Einführung

Hedgefonds sind eine spezielle Art von Investmentfonds, welche das Ziel haben, in jeder Marktlage durch verschiedenste Strategien eine positive Rendite zu erwirtschaften. Warren Buffet sagt jedoch, dass das riskante Dinger seien. Welche Strategien und Nachteile bringen sie mit sich?

Geschichte der Hedgefonds

Die Idee des Hedgefonds geht auf den Finanzjournalisten Alfred W. Jones zurück, welcher im Jahr 1949 den ersten Hedgefonds gründete. Jones setzte neben dem Leerverkauf von Aktien auch auf Instrumente wie Futures und Optionen, um sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten eine positive Rendite zu erwirtschaften. Außerdem setzte Jones Fremdkapital ein, um durch „Margin Trading“ seine Performance zu hebeln.

Heutzutage sind Hedgefonds eigenständige Anlageinstrumente, welche jeweils unterschiedliche Strategien und Risikoprofile aufweisen. Somit ist es kaum möglich, alle über einen Kamm zu scheren.

So handelt man mit Hedgefonds

Ein paar der bekanntesten Hedgefonds-Strategien sind:

Long/ Short Equity

Bei dieser Strategie werden Aktien aus fundamentalen oder technischen Gründen gekauft, während andere Aktien verkauft werden (Short Selling). Damit soll eine von der Gesamtentwicklung der Aktienmärkte weitgehend unabhängige Rendite erzielt werden.

Equity Hedge

Durch den gezielten Einsatz von Derivaten (Futures, Optionen etc.) werden die Aktienwerte eines Hedgefonds abgesichert und dadurch die Volatilität des Portfolios stark gesenkt.

Event Driven

Hedgefonds-Manager suchen nach Unternehmen, welche vor signifikanten Ereignissen wie z.B. Insolvenzen, Übernahmen oder Joint Ventures stehen, um von dieser Situation z.B. durch den Kauf oder Leerverkauf von Aktien zu profitieren.

Global Macro

Bei dieser Vorgehensweise versuchen die Manager makroökonomische Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen und durch den Einsatz von Derivaten von diesen zu profitieren. Somit hängt der Erfolg dieser Strategie vor allem von der wirtschaftlichen sowie der politischen Analyse der Manager ab.

Arbitrage

Bei Arbitragestrategien geht es darum, „risikolose“ Marktineffizienzen auszunutzen und davon zu profitieren. Es werden gleiche Waren (z.B. eine Aktie) auf unterschiedlichen Märkten zu unterschiedlichen Preisen an- und verkauft.

Strategien zusammengefasst

Zusammenfassend unterscheidet man zwischen direktionalen (d.h. auf eine Richtungsbewegung setzenden) und marktneutralen Handelsansätzen. Weiterhin lassen sich die Vorgehensweisen der meisten Hedgefonds danach unterscheiden, ob es sich um einen diskretionären/ qualitativen Ansatz handelt (bei dem der Manager aufgrund seines Sachverstandes entscheidet was ge- oder verkauft wird) oder um eine systematische/ quantitative Investmentmethode (die Investmententscheidung trifft ein automatisiertes Handelssystem).

Risiken der Hedgefonds

Der Schlüssel zum Geldverdienen mit einem eigenen Hedgefonds ist es, den Investoren eine Menge Gebühren zu berechnen. Nur dafür, dass sie den Thrill und das Prestige haben, in einen Top-Hedgefonds investieren zu können und ihr Geld riskieren. Wenn der Fond das Glück hat, wirklich Geld zu verdienen, dann kann man sich als Manager dieses Fonds einen großen Teil dieses Gewinns nehmen. Und wenn der Hedgefonds Geld verliert, dann muss man als Manager sicherstellen, dass man die Verluste den leichtgläubigen Investoren überlässt.

Die Manager gehen riskante Positionen ein, weil sie wissen, dass sie im Gewinnfall einen großen Anteil dieser Gewinne erhalten. Und wenn sie verlieren ist es das Problem der Kunden.

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Über den Autor Alexander Hahn

Alexander Hahn stieß Ende 2007 zum Investor Verlag und ist Chefanalyst des kostenlosen Newsletters Value Daily.

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